StartLokallust HalternAusgabe MärzAuf einen Kaffee mit Carina Grabowski

Auf einen Kaffee mit Carina Grabowski

Carina Grabowski hebt die Tasse, lächelt und korrigiert gleich zu Beginn eine kleine Annahme. „Eigentlich bin ich gar kein Kaffeemensch“, sagt sie und schaut auf die dampfende Tasse in ihrer Hand. „Ich trinke viel lieber Tee.“

Der Satz passt zu ihr. Unkompliziert, ehrlich und direkt. Wer ein paar Minuten mit ihr spricht, merkt schnell, dass hier jemand sitzt, der mit beiden Beinen im Leben steht. Jemand, der gerne unter Menschen ist, viel lacht und offen für Neues ist.

„Ich liebe es, Leute kennenzulernen und gemeinsam etwas zu unternehmen“, erzählt sie. „Alleine Dinge zu machen ist gar nicht so mein Ding. Ich brauche Menschen um mich herum.“

Verwurzelt in Haltern am See

Carina ist in Haltern am See aufgewachsen. Die Stadt, die Menschen, die kurzen Wege, all das bedeutet ihr viel. Vielleicht ist es genau dieses Gefühl von Gemeinschaft, das sie heute selbst weitergeben möchte.

Zwischen Tanzfläche und Kampfsport

Ihr Alltag ist ziemlich aktiv. Tanzsport gehört schon lange dazu. Vor einiger Zeit hat sie noch etwas ganz anderes angefangen: Kampfsport. „Mein Bruder macht das schon länger und ist auch Trainer“, erzählt sie und lacht. „Dann habe ich irgendwann gedacht, ich probiere das einfach auch mal aus. Das ist eine ganz andere Herausforderung als das Tanzen.“

Engagement, das verbindet

Doch neben Sport, Familie und Freunden gibt es noch etwas, das für sie eine große Rolle spielt: das Ehrenamt. Carina engagiert sich im Leo-Club Haltern am See. Eine Gemeinschaft junger Menschen, die sich gemeinsam für soziale Projekte einsetzt. Aber wenn sie darüber spricht, geht es ihr weniger um den Club als um das Gefühl dahinter.

Carina Grabowski trinkt lieber Tee als Kaffee und ist immer bereit, sich für andere einzusetzen. Foto: JDC

Einfach mal vorbeischauen

Der Weg dorthin begann eher zufällig. Ein Freund erzählte ihr von den Leos. Sie schaute sich ein Treffen an und blieb.

„Ich weiß noch, dass ich damals einfach neugierig war“, erinnert sie sich. „Ich bin zu einem Treffen gegangen und dachte mir: Mal schauen, was mich dort erwartet.“

Schnell merkte sie, dass der Club Potenzial für erfüllende Aktivitäten bereithält: junge Menschen, die sich austauschen, Ideen entwickeln und Projekte umsetzen. Heute gehört sie als Sekretärin selbst zum Vorstand. Aktuell liegt ihr Fokus darauf, neue Mitglieder zu begeistern. Treffen werden organisiert, geplant und im Hintergrund muss vieles zusammengehalten werden.

Momente, die bleiben

Doch die schönsten Momente entstehen meist bei den Aktionen selbst.

Besonders eine Begegnung ist ihr bis heute im Kopf geblieben. Bei einer Wünschebaumaktion zur Weihnachtszeit übergaben die Mitglieder Geschenke an Familien. „Da war eine Familie mit drei kleinen Kindern“, erzählt Carina. „Wir haben die Geschenke überreicht und die Freude und Dankbarkeit war sofort zu spüren. Das sind Momente, die bleiben.“

Solche Augenblicke zeigen ihr immer wieder, warum sie sich engagiert.

Gemeinsam etwas bewegen

Das Ehrenamt ist ein fester Teil ihres Lebens geworden. „Ich glaube, viele unterschätzen, was man dabei auch für sich selbst mitnimmt“, sagt sie. „Man lernt neue Menschen kennen, wächst an den Aufgaben und kann sich auch persönlich weiterentwickeln.“

Und genau das möchte sie auch anderen jungen Menschen mitgeben. „Man muss keine großen Voraussetzungen mitbringen“, sagt sie. „Man kann einfach unangemeldet vorbeikommen und schauen, ob es einem gefällt.“

Carina selbst wirkt dabei wie das beste Beispiel dafür, wie selbstverständlich Engagement sein kann. Nicht laut, nicht aufgesetzt, sondern einfach ehrlich.

Als das Gespräch langsam ausklingt, greift sie noch einmal zu ihrer Tasse Tee. Draußen geht der Alltag weiter: Termine, Arbeit, Sport, Freunde. Und irgendwo dazwischen findet sie immer wieder Zeit für etwas, das ihr besonders wichtig ist.

„Ich finde es einfach schön, wenn Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas Gutes tun“, erzählt Carina Grabowski und lächelt.

„Man merkt einfach, dass man gemeinsam etwas bewegen kann und das macht unglaublich viel Spaß.“
„Man merkt, dass die Hilfe wirklich ankommt und das fühlt sich einfach gut an.“

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