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Auf einen Kaffee mit Antje Sprenger

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Antje Sprenger bringt frischen Wind in den Lions Club Haltern am See. „Kaffee. Schwarz“, antwortet sie direkt lachend auf die Frage Kaffee oder Tee. Und wenn ihr Leben ein Lied hätte? „Happy.“ Der Song von Pharrell Williams passe eigentlich ziemlich gut, denn genauso wirkt die erste Präsidentin in der Geschichte des Halterner Lions Clubs auch: offen, herzlich, humorvoll und voller Energie.

Damit ist der Einstieg eigentlich schon perfekt beschrieben. Antje Sprenger redet gerne, lacht viel und macht aus Gesprächen keine steife Angelegenheit. Man merkt schnell, dass sie Menschen mag.

„Ich habe wahrscheinlich deshalb auch eher gesellige Hobbys“, erzählt sie grinsend. „Ich spiele total gerne Doppelkopf.“

Außerdem liebt sie Reisen, am liebsten ans Meer. Besonders die deutschen Inseln reizen sie noch.

„Da fehlen mir tatsächlich noch einige“, sagt sie. „Die möchte ich irgendwann alle noch kennenlernen.“

Geboren wurde Antje Sprenger in Sachsen-Anhalt. Mit ihrer Familie verließ sie 1980 über ein Ausreiseverfahren die DDR. Heute lebt sie seit 23 Jahren mit ihrem Mann in Haltern am See. Die Kinder sind mittlerweile erwachsen und ausgezogen. Irgendwann kam der Wunsch, sich ehrenamtlich stärker einzubringen.

„Ich wollte schon länger etwas Sinnstiftendes machen“, erzählt sie. „Aber ich wusste erst nicht so richtig, was zu mir passt.“

Wichtig war ihr dabei vor allem eins: Menschen helfen, Ideen entwickeln, etwas bewegen, aber auf ihre eigene Art. „Ich finde diesen indirekten Weg schön“, erklärt sie. „Also Aktionen auf die Beine stellen, gemeinsam etwas organisieren und dadurch helfen.“ Genau das fand sie beim Lions Club.

Besonders begeistert hat sie von Anfang an die Atmosphäre. „Mein erster Termin war direkt eine offizielle Veranstaltung“, erzählt sie lachend. „Und ich kannte gefühlt fast niemanden. Das war schon direkt volles Programm.“ Berührungsängste habe es aber überhaupt nicht gegeben. „Wir wurden sofort herzlich aufgenommen“, sagt sie. „Die Leute waren einfach offen und interessiert.“

Dass sie heute schon Präsidentin ist, kam selbst für sie überraschend.

„Ich bin da wirklich unheimlich schnell reingekommen“, lächelt sie. „Und plötzlich wurde ich gefragt, ob ich mir das mit der Präsidentschaft vorstellen könnte.“

Gesagt, getan.

„Natürlich hatte ich Respekt davor“, erzählt sie offen. „Da sind viele Mitglieder mit unglaublich viel Erfahrung dabei.“ Trotzdem habe sie schnell gemerkt, dass neue Impulse ausdrücklich willkommen seien. „Ich glaube, frischer Wind tut manchmal einfach gut.“

Besonders wichtig ist ihr dabei, dass Frauen heute sichtbarer Teil des Clubs sind. Mittlerweile gehören fünf Frauen zum Lions Club Haltern am See. „Viele Partnerinnen machen schon lange unglaublich viel“, erzählt die neue Präsidentin offen. „Aber oft passiert vieles eher im Hintergrund.“ Gerade deshalb freue sie sich darüber, dass sich der Club geöffnet habe.

„Ich finde, unterschiedliche Perspektiven tun jedem Verein gut“, ergänzt sie. „Und ich glaube auch, dass Frauen manchmal einfach noch mal andere Antennen haben.“

Dabei gehe es ihr gar nicht um große Debatten, sondern eher um Selbstverständlichkeit. „Ich wünsche mir einfach, dass alle ihre Ideen einbringen können“, betont sie. „Egal ob Mitglied, Partner oder einfach jemand mit einer guten Idee.“

Überhaupt ist Antje Sprenger jemand, der gerne nach vorne denkt. Besonders beim Thema Social Media wird sie plötzlich richtig lebhaft. „Die jungen Generationen erreichst du heute einfach anders“, sagt sie lachend. „Da reicht nicht mehr nur ein Foto für die Zeitung.“

Authentische Einblicke, kleine Videos oder spontane Momente seien heute viel wichtiger. „Die Menschen wollen sehen, was wirklich passiert“, sagt sie. „Nicht nur die gestellten Fotos.“

Und genau dieses unkomplizierte, offene Auftreten macht Antje Sprenger gerade zur perfekten Präsidentin für einen Lions Club, der Tradition bewahren und gleichzeitig moderner werden möchte.

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