Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung hat am 15. April der zweite Runde Tisch „Wärmewende“ im Alten Rathaus stattgefunden.
Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft kamen zusammen, um über die bisherigen Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse informiert zu werden und diese gemeinsam zu diskutieren.
Ziel des Treffens war es, die erarbeiteten Daten und Einschätzungen mit lokalem Wissen abzugleichen und zu validieren. Dazu arbeiteten die Teilnehmenden intensiv mit Kartenmaterial, auf denen die identifizierten Potenziale für erneuerbare Energien und Abwärme, aber auch von energetischen Sanierungen verortet sind. In konstruktiven Gesprächen wurden diese Potenziale überprüft, ergänzt und aus der Praxis heraus bewertet.

Flächendeckendes Wärmenetz in Haltern am See derzeit nicht vorgesehen
Die beauftragten Fachbüros kommen gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken zu dem Ergebnis, dass ein flächendeckendes Wärmenetz in Haltern am See derzeit nicht vorgesehen ist. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es im Stadtgebiet nur wenige Straßenzüge mit einer hohen Wärmenachfrage pro Meter gibt. Das wäre entscheidend dafür, um günstige Wärmepreise in einem tragfähigen Geschäftsmodell anbieten zu können. Zudem liegen größere industrielle Abnehmer, die als konstanter Wärmeabnehmer oder -quellen dienen könnten, zu weit entfernt und eine Finanzierung eines umfassenden Wärmenetzausbaus durch die Stadtwerke allein ist aktuell nicht darstellbar.
Nachhaltige, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung für Haltern am See entwickeln
Der Runde Tisch zeigte einmal mehr, wie wertvoll die Einbindung lokaler Akteurinnen und Akteure für die Kommunale Wärmeplanung ist. Die Teilnehmenden brachten vielfältige Perspektiven aus Wirtschaft, Verwaltung, Energieversorgung, Handwerk, Seniorenbeirat und weiteren gesellschaftlichen Bereichen ein. Damit stellen sie eine wichtige und breite Vertretung der Interessen und Erfahrungen der Bevölkerung dar.
Die offene und lösungsorientierte Atmosphäre des Austauschs unterstreicht das gemeinsame Ziel: eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung für Haltern am See zu entwickeln. Die Ergebnisse des Treffens fließen in die weiteren Planungsschritte ein und tragen dazu

Runden Tisch „Wärmewende“
Mit dem Runden Tisch „Wärmewende“ setzt die Stadt Haltern am See bewusst auf Transparenz und Beteiligung. Auch künftig wird der Dialog mit lokalen Akteurinnen und Akteuren ein zentraler Bestandteil des Prozesses bleiben. Im Laufe des Prozesses kommt der Wärmetisch zwei weitere Male zusammen.
In der zweiten Jahreshälfte werden auch die Bürgerinnen und Bürger mit konkreten Informationsangeboten eingebunden. Bereits jetzt ist eine Information über die städtische Homepage (https://www.haltern-am-see.de/waermeplanung) möglich. Der Zwischenbericht zur Kommunalen Wärmeplanung wird spätestens im Herbst dieses Jahres veröffentlicht und steht anschließend auch auf der städtischen Homepage zur Einsicht bereit.

