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Bürgerbusverein Haltern am See: Mit großen Plänen ins Jahr 2026

Bis vor zwei Jahren stand der Bürgerbus in einer Garage beim Roten Kreuz in Haltern. Wegen Eigenbedarf stand diese nicht mehr zur Verfügung und der Verein suchte nach Alternativen.

Eine langfristige und zufriedenstellende Lösung konnte nicht gefunden werden – zeitweise parkte der Bus am Baubetriebshof.

Bürgerbus Haltern am See
Hans Kirschbaum: „Hier am Bahnhofszufuhrweg am Halterner Bahnhof entstehen die neue Garage und ein Carport.“ / Foto Frank Schürmann

Bus soll bereits diesen Winter in der neuen Garage stehen

Mit einer eigenen Garage, direkt in unmittelbarer Bahnhofsnähe am Bahnhofszufuhrweg, wird das Problem jetzt nachhaltig gelöst. „Wir haben einen Vertag mit der Stadt, der auf eine langfristige Lösung in Hinblick auf die kommenden 20 Jahre ausgelegt ist.“, so der Bürgerbus-Mitinitiator Hans Kirschbaum (80). Auf dem Grundstück an den Bahngleisen sollen eine Garage und ein Carport gebaut werden. Das Geld wurde vom Verein durch Spenden gesammelt. Geplant ist eine Holzkonstruktion, die bereits Ende November fertiggestellt sein soll. „Uns ist wichtig, dass die Garage bereits im Winter für unser Fahrzeug genutzt werden kann.“, so Kirschbaum.

Bürgerbus Haltern am See
Gut 240.000 KM hat der Bürgerbus schon auf dem Tacho. / Foto: Frank Schürmann

Zweiter Bürgerbus soll angeschafft werden

Der aktuelle Bürgerbus hat bereits ca. 240.000 Kilometer auf dem Tacho. Der Verein hat aufgrund der Kilometerleistung bereits ein neues Fahrzeug im Fokus. „Wir planen auch die Anschaffung eines neuen Busses. Der alte Bürgerbus soll dann weiterhin als Ersatzfahrzeug oder für Sonderfahrten zur Verfügung stehen. Dafür werden wir den Carport zum Unterstellen nutzen, der direkt neben der Garage entstehen soll.“, so Kirschbaum.

Bürgerbus Haltern am See - Hans Kirschbaum
Von der ersten Stunde mit an Bord: Hans Kirschbaum. / Foto: Frank Schürmann

Eine 20-jährige Erfolgsgeschichte

Anfang des Jahres 2015 wurde es mit der Idee, in Haltern am See einen Bürgerbus einzuführen, konkreter. Zu den Initiatoren gehörte Hans Kirschbaum: „Wir wollten, dass insbesondere ältere Menschen preisgünstig und besser an die Innenstadt angebunden werden. Es war uns wichtig, dass sie eigenständig die Stadt erreichen können und auch sicher wieder zuhause ankommen.“. Um diesen Gedanken Taten folgen zu lassen, wurde nach Wegen gesucht, in Haltern einen Bürgerbus zu etablieren.

Finanzierung nur durch Werbepartner möglich

Bei der Halterner Politik wurde die Idee positiv aufgenommen und es gab eine breite politische Unterstützung aller Parteien. Doch so einfach war das Projekt nicht zu stemmen – gibt es doch hierbei zahlreiche Regularien zu beachten: Es darf in NRW kein Parallelverkehr zwischen den Bussen der Vestischen Straßenbahn GmbH und einem Bürgerbus entstehen. Der Eigentümer des Bürgerbusses die Vestische Straßenbahn GmbH. „Wir müssen zwar alles finanzieren, aber uns gehört der Bus nicht. Die Anschaffung wurde gemeinsam von Land und Stadt finanziert. Die danach folgenden Betriebskosten wurden jedoch vom Bürgerbusverein gestemmt. Finanziell unterstützt wird das Projekt zudem von Werbepartnern. Dadurch trägt sich der Bürgerbus.“, so Kirschbaum.

Bürgerbus Haltern am See
Weitere Fahrer werden gesucht. / Foto: Frank Schürmann

Neue Fahrer werden gesucht

Auch die Fahrer sind Ehrenamtler. Rund 50 Stunden ist der Bus pro Woche für den guten Zweck auf Achse. Seit Bestehen waren es bereits 70.000 Fahrgäste, die das Angebot angenommen haben. 48 Fahrer sind dafür im Einsatz. Der jüngste Fahrer ist 30 Jahre jung. „Wir suchen aktuell noch weitere Fahrer. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 22 Jahren, der Führerschein der Klasse B, eine medizinische Untersuchung und eine Schulung. Zudem wird gelegentlich auf dem ADAC-Platz mit dem Bus ein Fahrtraining absolviert. Interessierte Fahrer brauchen erstmal nur den Führerschein und das Mindestalter – um die weiteren Voraussetzungen kümmern wir uns dann gemeinsam mit den Interessierten.“, berichtet Kirschbaum.

Haltestelle Bürgerbus Haltern am See
Für die Halterner Bürger ehrenamtlich unterwegs. / Foto: Frank Schürmann

Interessierte können sich hier melden:

https://buergerbus-haltern.de
E-Mail: kontakt@buergerbus-haltern.de
Telefon: 02364 60 84 428

Musik mit hoher Ansteckungsgefahr: Virus D mit neuem Album und Live-Konzert

Wahrscheinlich hat sich bisher jeder Autor, der über diese Band geschrieben hat, vom Bandnamen infizieren lassen. Auch ich konnte mir diese Headline einfach nicht verkneifen, zumal der Bandname ja auch genau aus diesem Grund gewählt wurde.

von Martina Jansen

Hätte ich Virus D bereits vor 30 Jahren gekannt, so würde auch ich mich beim kommenden Live-Konzert im Oktober zu den „Ur-Fans“ zählen. Doch lassen wir den Konjunktiv beiseite, heute habe ich die Bandmitglieder ja kennengelernt. Bei diesem „Privatkonzert“ überzeuge ich mich von der Vielseitigkeit der fünf Musiker: fünf Lieder live, fünf völlig andere Eindrücke. Mit Kopfhörern auf den Ohren habe ich bei den Proben einen Platz direkt in der ersten Reihe. Näher dran geht kaum.

Blues, Hardrock oder Balladen, Virus D kann offensichtlich alles. Und das alles auf Deutsch. „Den Bandnamen ‚Virus‘ haben wir bewusst gewählt, da wir mit unseren Texten, unserer Musik und unserer eigenen Freude die Zuhörer infizieren wollten und auch jetzt noch möchten“, erklärt mir Gründungsmitglied Bernd Feller. „Das ‚D‘ in unserem Namen steht dabei für deutsche Texte.“

„Erst stirbt die Zeche…“ läuft heute noch in Dauerschleife

Bereits drei Jahre nach Bandgründung folgte 1986 das erste Auslandskonzert der Rockband, danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Mit der ersten Single landete „Virus D“ direkt auf Platz 2 der WDR-Hitparade. Es folgten LPs, CDs, EPs sowie die Rockrevue „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“. Seit 2023 läuft die Revue in Dauerschleife im Bergbaumuseum Bochum, der Titel ist mittlerweile der offizielle Slogan der Bergleute.

„Zeitreise“ ist für Virus D auch ein Vermächtnis

Musikalisch waren Thomas Kersting am Bass, Bernd Feller am Schlagzeug und Uwe Brunn mit seiner Gitarre, Keyboarder Karl „Kalli“ Wälter sowie Andreas Mohr am Mikro durchgehend aktiv. Nach dem Tod ihres Sängers Torsten Schmidt traten sie jedoch sechs Jahre lang nicht mehr auf. „Torsten wollte jedoch, dass auch nach seinem Tod die Band weiterbesteht und somit ist die LP ‚Zeitreise‘ unser Vermächtnis an ihn“, erklärt Thomas und fährt fort: „Nicht veröffentlichtes Material mit ausschließlich eigenen Texten auf Deutsch hatten wir ja genug. So haben wir einige Songs neu arrangiert und aufgenommen.“ Uwe wirft mit seinem trockenen Humor ein: „Und das beim besten Toningenieur ever, bei Thomas Erkelenz in Gelsenkirchen-Buer.“

Das neue Album von Virus D. Foto: Band

Alle Songs entstanden ohne Druck und waren ein Gemeinschaftswerk der fünf Musiker. Dabei verzichten sie bei der Erstellung der Lieder absichtlich auf die Hilfe der künstlichen Intelligenz. „Für uns bleibt Musik immer noch reine Handarbeit, die aber leider oft nicht mehr geschätzt wird“, betont Thomas und Bernd ergänzt: „Auch unsere neuen Songs auf LP zu pressen war eine bewusste Entscheidung. Mit einer LP hörst du Musik nicht nur nebenbei, sondern viel bewusster.“

Ich frage nach, ob es schwerfällt, ein Lied nun nach Jahren anders zu spielen. „Anfangs schon, aber wir kommen schnell in die neue Version“, erklärt mir Kalli. „Und seid ihr vor euren Auftritten noch nervös?“, frage ich weiter. Kalli ist es noch, Bernd ist nur etwas aufgeregt, alle anderen sind dagegen entspannt. Andreas erklärt es folgendermaßen schmunzelnd: „Ich habe doch die Band hinter mir, das beruhigt mich.“ Egal, wie sie sich vor dem Auftritt fühlen, bei allen legt sich die Anspannung nach dem ersten Ton. „Dann wollen wir unseren Zuhörern den Spaß mitgeben, den wir auch auf der Bühne haben, möchten sie mitreißen“, sind sich die fünf einig.

Konzert am 11. Oktober 2025 im Gemeinschaftshaus Wulfen

Virus D freut sich darauf, viele bekannte Gesichter, die mit ihnen in Würde gealtert sind, wiederzusehen, freut sich aber natürlich auch auf unbekannte Gesichter. Das Konzert findet am 11. Oktober 2025 im Gemeinschaftshaus Wulfen statt. Einen Tag vorher werden die neuen Stücke veröffentlicht. Erhältlich sind die Doppel-LP und CD direkt beim Konzert und als Streaming.

Linde an der Holtwicker Straße muss gefällt werden

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Wegen einer fortgeschrittenen Stammfäule wird in dieser Woche an der Holtwicker Straße (K 5) in Haltern am See eine Linde gefällt.

Nach Angaben der Stadt sei die Maßnahme aus Sicherheitsgründen notwendig, da der Baum nicht mehr standsicher sei.

Verkehrsteilnehmer sollten Vorsicht walten lassen

Während der Fällarbeiten kann es zu kurzfristigen Sperrungen und Behinderungen kommen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Anweisungen der Mitarbeitenden vor Ort zu folgen und besondere Vorsicht walten zu lassen.

Herbstfest bei Schwalvenbergs – Waffeln statt Sonnenbrand

In Hullern war am Wochenende ordentlich was los. Die Gärtnerei Schwalvenberg hatte zum Herbstfest eingeladen und bewiesen: Für gute Laune braucht man keine Sonne, ein paar Regenwolken tun’s auch. Zwischen bunten Blumentöpfen, leuchtenden Chrysanthemen und duftenden Waffeln zeigte sich, dass der Herbst in Haltern durchaus Humor hat.

Herbstfest bei der Gärtnerei Schwalvenberg. / Foto: Jacqueline De Cillia

Herbstzauber für den eigenen Garten

Schon beim Betreten der Gärtnerei schlug einem der Duft entgegen, der vermutlich selbst überzeugte Sommermenschen milde stimmt. Frische Waffeln, Kaffee, herzhafte Schlemmereien und eine Menge Blumen – das ist eine Mischung, der kaum jemand widerstehen kann. Und so stapften trotz nassem Boden viele Besucher fröhlich durch die farbenfrohen Gewächshäuser, lachten, naschten und suchten sich gleich noch ein bisschen Herbstzauber für den eigenen Garten aus.

Liebevolle Deko-Ecken. / Foto: Jacqueline De Cillia
Stefan Schwalvenberg mit Kunden. / Foto: Jacqueline De Cillia

Überall summte es vor Gesprächen und guter Stimmung. Das Team rund um Karsten und Stefan Schwalvenberg hatte alles liebevoll vorbereitet: bunte Pflanzen, kleine Dekoecken, gemütliche Sitzplätze und natürlich genug Waffelteig, um ganz Hullern glücklich zu machen.

Nicht nur Blumen im Programm. / Foto: Jacqueline De Cillia

Und tatsächlich – die Besucher kamen, lachten, schlemmten und ließen sich von Wind und Wetter nicht beirren. Zwischen all den Chrysanthemen, Kürbissen und Gräsern hatte man fast das Gefühl, der Regen gehöre einfach dazu.

Heide und Blumen für den Herbst. / Foto: Jacqueline De Cillia

Wir von Haltern Online sagen: Das war Herbst, wie man ihn liebt. Ein bisschen nass, sehr lecker und voller Farben. Wer da ohne gute Laune nach Hause gegangen ist, hat vermutlich einfach zu wenig Waffeln gegessen.

Hund Emil mit Herrchen Flo. / Foto: Jacqueline De Cillia

#7 Lokallust Podcast: Von Haltern ins All – die Seestadt-Amateurfunker

In der siebten Folge unseres Lokallust Podcasts spricht Moderator Frank Schürmann mit den Amateurfunkern Willi Pieper und Dirk Matthias aus Haltern am See. Sie gehören zur Seestadt-Funkgemeinschaft – einem Team, das mit Antennen über dem Dach und Funkwellen rund um die Erde Verbindungen schafft.

Was für manche wie ein technisches Hobby aussieht, ist tatsächlich ein spannender Mix aus Technik, Leidenschaft und teils anspruchsvollen Aufgaben. Willi und Dirk schildern, wie sie zum Funk gekommen sind, welche Prüfungen und Ausbildungen sie absolvierten und wie sie mit moderner sowie traditioneller Technik arbeiten.

Im Gespräch geben sie Einblicke in ihren Alltag mit selbstgebauten Antennen, Kontakten zur ISS, Satellitenverbindungen und internationalen Funkverbindungen. Sie berichten von ruhigen Phasen, in denen kaum etwas passiert, und von Momenten, in denen jede Sekunde zählt, wenn das Signal knistert und die Verbindung steht. Dabei sprechen sie offen über Herausforderungen wie Nachwuchsmangel und Technikpflege, aber auch über den Zusammenhalt in ihrer Gemeinschaft und die Freude, wenn ein Kontakt aus fernen Ländern gelingt..

Mehr dazu

Verkehrseinschränkungen in der kommenden Woche

Nach dem Abschluss der Tiefbaumaßnahme in der Straße „In de Krümm“ werden die Arbeiten im Auftrag der Gelsenwasser AG in den „Bahnweg“ verlegt.

Die Baumaßnahme erfolgt im Zeitraum vom 6. Oktober 2025 bis voraussichtlich 17. November 2025 und betrifft den Verkehrsbereich Bahnweg 1 bis 9b. In diesem Abschnitt ist eine Vollsperrung notwendig.

Die Zufahrt für Anliegerinnen und Anlieger sowie Rettungskräfte bleibt während der gesamten Bauzeit jederzeit gewährleistet.

Von Haltern ins All und in die Welt: Die Seestadt-Amateurfunker

Ein Haus mitten in Haltern am See, in der Nähe des Krankenhauses. Soweit nichts Besonderes – wenn da nicht diese riesigen Antennen wären: ein großer Mast mit wilden Antennenkonstruktionen ragt aus dem Dach, eine Drahtantenne ist wie eine gigantische Wäscheleine gespannt, dazu Satellitenschüsseln im Garten.

Begegnung mit Willi und Dirk

An der Tür werde ich herzlich von Willi Pieper (86) und Dirk Matthias (63) empfangen. Beide sind passionierte Amateurfunker. „Komm rein! Ich zeige Dir meinen Shack“, sagt Willi. Ein Shack ist die Funker- und Bastelbude eines Funkamateurs, und sieht aus wie ein kleines Raumschiff Enterprise.

Kommunikation über Satelliten

Auf einem Bildschirm ist das All zu sehen. „Das ist der Satellit, den der Scheich von Katar den Funkern geschenkt hat“, erklärt Willi stolz. Über diesen Satelliten lassen sich Videos übertragen, Amateur Television (ATV) genannt und selbst mit einem Handfunkgerät sind Verbindungen über Europa hinweg möglich. Kontakte nach Südafrika, Brasilien oder zur Neumayer-Polarforschungsstation sind ihnen schon gelungen.

Kontakt ins Weltall – hier mit dem Spaceshuttle Columbia. Foto Privat

Funkkontakt mit der ISS

Eine Königsdisziplin ist der Kontakt zur Internationalen Raumstation ISS. Dafür bleiben nur wenige Minuten Zeit, solange sie über Haltern hinwegfliegt. Auch Willi hat diesen Funkkontakt schon geschafft.

Prominente Funker weltweit

Funkamateure gibt es viele, darunter sogar Bundeskanzler Friedrich Merz oder Joe Walsh von den Eagles. Politik und Religion sind im Funk tabu. Man duzt sich, egal ob ein Scheich oder Kanzler am anderen Ende sitzt.

QSL-Karten als Funkergruß

Dirk ist QSL-Karten-Manager in Haltern. Diese Karten sind Funkergrüße, die erfolgreiche Verbindungen belegen. Besonders die Karten aus Übersee sind kunstvoll gestaltet und begehrte Sammlerstücke.

Vom Camp der Amerikaner zum Ortsverein

Willi entdeckte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ein Funkgerät bei den amerikanischen Besatzern – und war sofort infiziert vom Funken. 1971 legte er die Amateurfunkprüfung ab, 1977 gründete er mit anderen den Amateur Radio Ortsverein Haltern am See.

Nachwuchsproblem im Amateurfunk

In den 70er- und 80er-Jahren boomte das Hobby. Heute jedoch fehlt Nachwuchs: Handys machen weltweite Kommunikation leicht, und die erforderliche Prüfung schreckt viele ab.

Junge Begeisterung: Lisa im Peilsport

Doch es gibt Ausnahmen: die 21-jährige Lisa Harms aus Haltern, seit 2019 Funkerin, ist im Amateurfunk-Peilsport aktiv. „Fuchsjagd“ mit Antenne und Laufsport kombiniert Technik mit Ausdauer. Bei der EM 2024 in Bulgarien war sie dabei.

Zum QRT: Haltern am See im Morsecode

Zum Abschied wollen Willi und Dirk noch zeigen, wie „Haltern am See“ im Morsecode klingt: „…. .- .-.. – . .-. -. / .- — / … . .“

Treffen der Amateurfunker

Die Halterner Amateurfunker treffen sich jede gerade Kalenderwoche im Trigon Haltern (20 Uhr), in den Ferien auch im Funkraum der Alexander-Lebenstein-Schule. Infos gibt’s online beim DARC Ortsverband Haltern: https://www.darc.de/der-club/distrikte/n/ortsverbaende/42/

Wilde Wikinger bevölkern den Silbersee

Es liegt der Geruch von Lagerfeuern in der Luft. Menschen in mittelalterlicher Kleidung kommen mir entgegen. Zahlreiche Zelte aus Leinengewebe sind im Sand aufgestellt und schützen Menschen, die einer andere Zeit entstammen, vor einem kurzen Regenschauer. Wildes treiben am Ufer, wo zwei Wikinger-Horden zum Kampf aufeinandertreffen. Am Silbersee sind die wilden Wikinger los!

Wikinger lagern am Silbersee. / Foto: Frank Schürmann

Seerenade feiert Jubiläum

Dieses Wochenende findet am Halterner Silbersee wieder die Seerenade statt. Der Wikingermarkt und die Lagertage feiern Jubiläum. Zum 10. Mal wird das Spektakel am Silbersee veranstaltet. Das Angebot ist groß: zahlreiche Stände bieten ein breites Angebot von Handwerk bis hin zu kulinarischen Wikinger-Spezialitäten. Mönche, Musiker, Druiden, wilde Kerle, hübsche Wikingerinnen und Kinder, die sich sichtlich an dem großen Spaß erfreuen, dominieren die skurrile Szenerie. Und natürlich fließt auch das Met, der traditionelle Honigwein der Wikinger, durch so manche durstige Kehle.

Ohne Elektrizität: Geselliges Lagerleben. / Foto: Frank Schürmann

In den vergangenen 10 Jahren ist das Interesse an die Veranstaltung kontinuierlich gestiegen und auch das Angebot ist gewachsen. „Sowohl die Lager wie auch die Anzahl der Stände sind immer weitergewachsen“, so der Wikinger Ivar. Die Veranstaltung am Silbersee war auch die erste Seerenade überhaupt.

Auch der Magier darf nicht fehlen. / Foto: Frank Schürmann
Wikingerlager am Silbersee / Foto: Frank Schürmann
Wikingerlager am Silbersee / Foto: Frank Schürmann
Wikingerin mit authentischer Kleidung. / Foto: Frank Schürmann

Einmal bitte zurück ins Frühmittelalter

Gelebt wird authentisch, wie im Frühmittealter (6. – 11. Jahrhundert). Weitestgehend ohne moderne Annehmlichkeiten wie z.B. Elektrizität. „Klar, bei Dingen wie beispielsweise der Kühlung von Fleisch und Bier schummeln wir. Da brauchen wir dann doch Strom. Allerdings haben wir hier beispielweise einen echten Schmied. Der fertig die täglichen Dinge für den Lagerbedarf, wie Zeltheringe oder Grillzangen, noch nach altem Vorbild an.“, erklärt Ivar. Auch die Zelte und die Kleidung wurden so authentisch wie möglich gefertigt.

Baumwolle wird mit einem Webstuhle gewebt. / Foto: Frank Schürmann
Wilde Wikinger auf Krawall gebürstet! / Foto: Frank Schürmann
Harte Männer gegen eine Horde Kinder – keine Chance für die alten Krieger! / Foto: Frank Schürmann

Kinder verprügeln stämmige Wikinger – und danach geht es zum Schatzbuddeln

Bei einer ausgiebigen Spaß-Schlacht drescht eine Horde von Kindern mit bunten Pool-Nudeln auf stämmige Wikinger ein. Diese fallen der Reihe nach zu Boden. So mache blutige Schlacht haben die wilden Kerle schon geschlagen. Aber gegen eine Horde wilder Kinder haben sie offensichtlich keine Chance! Danach graben die Kinder im Sand nach Schätzen. Eine riesen Gaudi für Jung und Alt!

Viele Mitglieder der Community kennen sich. / Foto: Frank Schürmann

Wikinger sind teilweise weit angereist

Die Frühmittelalter-Wikinger-Community ist groß. Die Leute kommen teilweise von weit her. Zum Beispiel von der tschechischen oder russischen Grenze. Viele Teilnehmer sind zudem aus München angereist, wo es zahlreiche Fans der Szene gibt.

Leben wie in längst vergangenen Zeiten. / Foto: Frank Schürmann
Die Wikinger-Küche. Guten Appetit! / Foto: Frank Schürmann

Leben & Schlafen wie vor hunderten von Jahren

Der Markt befindet sich vor dem Strand. Das Strandgelände selbst ist in fester Hand der lagernden Wikinger. Authentisch, wie vor hunderten von Jahren. Gekocht und gegessen wird so, wie man es sich von den Wikingern vorstellt. In den Tuch-Zelten wird genächtigt. Wie man mir sagte, hält die antike Zelt-Bauweise das Zelt auch innen bei Regen trocken. „Wir sind hier wirklich in der Wikingerzeit angekommen. Zelte aus dem Hochmittelalter würde hier in dem Boden gar keinen Halt finden. Die wären auch viel zu groß. Die Zelte aus der Wikingerzeit waren kleiner und passen am Silbersee ideal hin. Alles ist handgefertigt und so originalgetreu wie möglich“, so Urus, Wirtin der Taverne.

Das herbstliche Wetter sei kein Problem. „Bei einer vergangenen Seerenade hatten wir sogar schon mal eine leichte Schneedecke am Strand. Uns macht das Wetter nichts aus“, so Ivar.

Musik aus vergangenen Tagen. / Foto: Frank Schürmann

Das Mabom-Ritual

Auch werden die Seerenade-Wikinger an diesem Wochenende ein altes Ritual abhalten. Das Mabom-Fest. Das antike Fest markiert das Ende der Ernte, den Beginn des Herbstes und das Gleichgewicht von Tag und Nacht und entspricht in etwa unserem heutigen Erntedankfest.

Wikinger-Paar im Camp der 10. Seerenade. / Foto: Frank Schürmann

Feuershow am Samstagabend

Die 10. Seerenade findet am Halterner Silbersee noch bis zum kommenden Sonntagabend, den 05. Oktober, satt.

Am Samstagabend um 19:30 Uhr findet zudem eine spektakuläre Feuershow am Silbersee-Strand statt.

Weitere Informationen:
https://mittelaltermarkt.online/event/10-seerenade-wikingermarkt-und-lagertage-2025

Der Waffenbauer. Unser Fotograf hat es überlebt! / Foto: Frank Schürmann

Hier noch einige Eindrücke der 10. Seerenade 2025 am Silbersee in Haltern am See. (Fotos: Frank Schürmann)

Ortsteilspaziergänge – die neuen Termine stehen fest

Mit den Ortsteilforen für Holtwick und Hamm-Bossendorf haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, die Entwicklung in ihrem Ortsteil aktiv mitzugestalten. Bei gemeinsamen Ortsteilspaziergängen am 08. Oktober in Holtwick und am 29. Oktober in Hamm-Bossendorf können erste Ideen im Gespräch direkt vor Ort bereits gesammelt werden. Auch Bürgermeister Andreas Stegemann wird anwesend sein.

Ortsteilbegehungen am 08. und 29. Oktober

Am Mittwoch, 08. Oktober, lädt die Stadt Haltern am See um 16.30 Uhr zum Ortsteilspaziergang in Holtwick ein. Treffpunkt ist die „Mehrzweckhalle“ an der Ecke Holtwicker Str./In der Thiebrei. Am Mittwoch, 29. Oktober, geht es um 17 Uhr mit dem Ortsteilspaziergang in Hamm-Bossendorf weiter. Interessierte werden gebeten, sich am B.S.V. Hamm-Bossendorf, Marler Straße, zu versammeln. Eine Anmeldung ist zu beiden Veranstaltungen nicht erforderlich.

Bürgermeister Andreas Stegemann steht für Fragen zur Verfügung

Sophie Bohr und Gunther Albrecht vom Fachbereich Planen und Wirtschaftsförderung sowie Bürgermeister Andreas Stegemann stehen an beiden Tagen für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Bei der Durchführung der Ortsteilforen unterstützt das Büro Frauns aus Münster die Verwaltung. Elke Frauns vom Planungsbüro wird die Spaziergänge anleiten und ihre jahrelange Erfahrung in den Prozess einfließen lassen. Sie hat auch schon die Ortsteilforen in Lavesum und Flaesheim im letzten Jahr erfolgreich begleitet.

Persönlicher Austausch gewünscht

„Die beiden Spaziergänge werden offen gestaltet sein und lassen sich je nach den Impulsen der Anwesenden vor Ort anpassen“, erläutert Gunther Albrecht das Konzept. „Die Spaziergänge zeichnen sich durch ihre persönliche Atmosphäre aus und stellen einen guten Einstieg in die Ortsteilforen dar.“, ergänzt Bürgermeister Andreas Stegemann: „Hier wird ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch sein.“

Herbstgenuss 2025: Zwischen Hoher Mark und Lippe – wo Natur und Kulinarik sich begegnen

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Wenn die Blätter golden leuchten, ein frischer Wind durch die Wälder zieht und sich die Sonne über Felder und Seen legt, zeigt sich die Region rund um Haltern am See und Dorsten von ihrer schönsten Seite. Der Naturpark Hohe Mark verwandelt sich im Herbst in ein Paradies für Spaziergänger, Radfahrer und Genießer. Wer hier unterwegs ist, entdeckt nicht nur stille Wege durch urige Wälder und entlang der Lippe oder des Kanals – auch kulinarisch hat die Region einiges zu bieten.

Unsere Sonderveröffentlichung „Herbstgenuss“ stellt Betriebe vor, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie facettenreich man den Herbst erleben und genießen kann.

Hotel Pfeiffer’s Sythener Flora: Tradition und Genuss im Grünen

Seit vielen Jahrzehnten ist das traditionsreiche Hotel und Restaurant in Sythen eine feste Adresse für Genießer. Küchenchef und Team setzen auf frische, saisonale Zutaten aus der Region. Rindfleisch von heimischen Höfen, Gemüse von Landwirten der Umgebung und Wild aus den Wäldern der Hohen Mark. Im Herbst locken raffinierte Kürbisvariationen, herzhafte Klassiker und feine Desserts. Auch vegetarische Gäste werden fündig.

Nach einem Spaziergang durch die nahen Wälder oder einer Radtour am Halterner Stausee ist die Sythener Flora der perfekte Ort, um einzukehren und die goldene Jahreszeit stilvoll zu feiern.

Kontakt

Hotel Pfeiffer’s Sythener Flora
Am Wehr 71
45721 Haltern am See

Tel.: 02364 – 96 22 0
eMail: mail@hotel-pfeiffer.de

Landfleischerei Pevelings-Hof: Aus Liebe zum Handwerk

Wer authentische regionale Qualität sucht, kommt am Pevelings-Hof nicht vorbei. Der Familienbetrieb mit eigener Fleischerei steht seit Generationen für handwerkliche Tradition und Produkte direkt vom Hof. Im Herbst warten Wild- und Wurstspezialitäten sowie hausgemachte Leckereien darauf, entdeckt zu werden.

Im Hofladen gibt es vieles für zuhause, der Partyservice liefert herbstlichen Genuss auch zu privaten Feiern. Und wer das Landleben länger genießen möchte, übernachtet in der gemütlichen Frühstückspension – mit dem Naturpark Hohe Mark direkt vor der Tür.

Kontakt

Landfleischerei Pevelings-Hof
Kusenhorster Str.17
45721 Haltern am See

Telefon: 02360-90069
WhatsApp: 0049 2360-90069
eMail: peveling@t-online.de

Natur & Herbstgenuss – eine starke Kombination

Ob beim herbstlichen Menü in der Sythener Flora oder bei handgemachten Spezialitäten vom Pevelings-Hof: Die Region zwischen Hoher Mark, Lippe und Kanal zeigt, wie vielfältig man den Herbst erleben kann. Natur und Kulinarik gehen hier Hand in Hand – und machen Lust, die goldene Jahreszeit mit allen Sinnen zu genießen.