StartNachrichtenPolitikStraßennamen Haltern am See: Rat beschließt Prüfung nach Bürgerantrag

Straßennamen Haltern am See: Rat beschließt Prüfung nach Bürgerantrag

In der letzten Ratssitzung der Haltern am See war es eines von mehreren Themen, die eher leise beschlossen wurden. Doch jetzt stellt sich die Frage: Wie stehen die Bürgerinnen und Bürger zu den geplanten Änderungen bei Straßennamen? Ist das notwendig oder eher verzichtbar?

Der Rat hatte am 19. März einstimmig einen Bürgerantrag aus Lippramsdorf beschlossen und zur Prüfung an die Verwaltung verwiesen.

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Straßennamen Haltern am See rücken in den Fokus

Bereits in der letzten Ratssitzung am 19. März hat sich der Rat der Stadt Haltern am See mit möglichen Änderungen und neuen Namen für Straßen beschäftigt.

Ausgangspunkt ist ein Bürgerantrag des Heimatvereins Lippramsdorf. Der Rat stimmte diesem einstimmig zu, mit 40 Ja-Stimmen bei keinen Gegenstimmen und keinen Enthaltungen, und verwies den Antrag zur weiteren Prüfung an die Verwaltung.

Heimatverein Lippramsdorf stellt Antrag

Der Heimatverein Lippramsdorf e.V. hatte den Antrag im Zusammenhang mit seiner Arbeit zur Pflege von Kultur und Sprache gestellt. Der Verein war im Jahr 2025 mit dem Heimatpreis der Stadt ausgezeichnet worden.

In dem Antrag wird unter anderem auf die Bedeutung der niederdeutschen Sprache hingewiesen. Diese sei als Regionalsprache anerkannt und Teil der kulturellen Identität. Wörtlich heißt es: „Das Platt ist daher eine Sprache und kein Dialekt.“

Konkrete Vorschläge für neue Straßennamen

Der Antrag des Heimatvereins enthält drei konkrete Vorschläge für Straßennamen in Haltern am See:

  • Der Straßenname „Zum Wienbrei“ soll in „Zur Wienbrei“ geändert werden.
  • Eine Verbindungsstraße zwischen Holtweg und Ostendorfer Straße soll „Kuorte Brey“ heißen.
  • Ein Teilstück der Römer-Lippe-Route soll nach Clemens Wolter benannt werden, etwa als „Clemens-Wolter-Allee“, „-Damm“ oder „-Weg“.

Die vorgeschlagenen Namen greifen die lokale Geschichte und die niederdeutsche Sprache auf.

Entscheidung liegt jetzt bei der Verwaltung

Mit dem einstimmigen Beschluss hat der Rat den Weg für eine Prüfung durch die Verwaltung freigemacht. Dort wird nun bewertet, ob und wie die Vorschläge umgesetzt werden können.

Eine endgültige Entscheidung über mögliche neue Straßennamen steht damit noch aus.

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