StartUmwelt und NaturTrockenheit trifft Gewässer: Kreis warnt vor Wasserentnahmen

Trockenheit trifft Gewässer: Kreis warnt vor Wasserentnahmen

Trockenheit trifft Gewässer: Der Kreis Recklinghausen bittet weiter darum, kein Wasser aus Bächen, Flüssen, Teichen oder Seen zu entnehmen.

Nach Angaben der Unteren Wasserbehörde kämpfen viele Gewässer im Kreis Recklinghausen mit der langanhaltenden Trockenheit. Erste Bäche sind bereits in Teilabschnitten ausgetrocknet. Das wenige Wasser wird für Fische, Kleinstlebewesen und Pflanzen zunehmend zur Belastung.

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Wasserentnahme auch in kleinen Mengen vermeiden

In nicht so trockenen Wetterlagen ist es grundsätzlich erlaubt, Wasser im Rahmen des sogenannten Gemeingebrauchs zu entnehmen. Dazu zählt das Schöpfen geringer Mengen mit Handgefäßen wie Gießkannen oder Eimern. Aktuell sollte aber auch darauf verzichtet werden, teilt der Kreis mit.

„In so einer Situation sind Entnahmen für die Flüsse, Bäche, Teiche und Seen schädlich. Darum noch einmal unsere dringende Bitte: Entnehmen Sie kein Wasser aus der Natur“, sagt Mathias Stöhr, Leiter der Unteren Wasserbehörde.

Kreis Recklinghausen meldet illegale Entnahmen

Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde kontrollieren regelmäßig kritische Gewässerstellen in den zehn Städten des Kreisgebietes. Dabei seien auch Personen aufgefallen, die mit Pumpen illegal Wasser aus Gewässern entnehmen.

„Das ist kein Kavaliersdelikt und schadet der Natur immens“, so Stöhr. Für die Entnahme größerer Wassermengen aus Oberflächengewässern ohne Genehmigung können Bußgelder von bis zu 50.000 Euro fällig werden.

Grundwasserstände im Blick

Auch die Grundwasserstände werden beobachtet. Laut Stöhr reagiert das Grundwasser träger als Bäche, Flüsse oder Seen und unterliegt natürlichen Schwankungen. Aktuell hätten die meisten Messpegel in NRW niedrige bis mittlere Werte. Einen Mangel an Grundwasser gebe es derzeit noch nicht, mit der Ressource solle aber verantwortungsvoll umgegangen werden.

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