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Gebühren für 2026 weitgehend stabil

Die Stadt Haltern am See hat die Gebühren für das Jahr 2026 festgelegt. Wie bereits in den Vorjahren gelingt es der Verwaltung, in vielen Bereichen stabile oder sogar leicht sinkende Gebühren vorzulegen. Lediglich im Bereich der Entwässerung kommt es zu einer deutlicheren Anpassung, die vor allem auf externe Kostenfaktoren zurückzuführen ist.

Abfallgebühren bleiben stabil

Die Abfallgebühren bleiben im kommenden Jahr weitgehend konstant. So kostet das am häufigsten genutzte 120-Liter-Restabfallgefäß weiterhin 214,87 Euro pro Jahr. Kleinere Gefäße werden sogar etwas günstiger, während das 240-Liter-Gefäß lediglich um 18 Cent im Jahr teurer wird. Diese Gebührenstabilität ist insbesondere durch Überdeckungen aus den Jahren 2023 und 2024 möglich. So können die gestiegenen Kosten bei den Kreiseinheitsgebühren, der Wertstofftonne und beim Entsorgungsdienstleister ausgleichen werden.

Auch die Gebühren für die Grüne Tonne bleiben unverändert. Nachdem im Vorjahr eine Senkung um 4,5 Prozent möglich war, können die Gebühren auch 2026 stabil gehalten werden. Das 120-Liter-Gefäß kostet weiterhin 47,29 Euro, das 240-Liter-Gefäß 94,59 Euro. Mittlerweile nutzen über 6.000 Haushalte diese Entsorgungsmöglichkeit. Zum Vergleich: Im Jahr 2015, als die Laubtonne zur Grünen Tonne wurde, waren es 4.700 Gefäße – ein jährlicher Zuwachs von fast 100 Tonnen.

Straßenreinigung: erneute Entlastungen

Im Bereich der Straßenreinigung gibt es ebenfalls Entlastungen. Bei den Hauptverkehrsstraßen sinkt die Gebühr um einen Cent, was insbesondere auf geringere Winterdienstkosten durch die milden Winter der vergangenen Jahre zurückzuführen ist. In der Innenstadt kommt es erneut zu deutlichen Gebührensenkungen. Diese ergeben sich aus Überdeckungen der Betriebsabrechnungen 2022 und 2023, der Reduzierung der Reinigungshäufigkeit von zweimal auf einmal wöchentlich sowie der Umstellung auf maschinelle Reinigung. Die Winterdienstgebühr in der Innenstadt sinkt von 1,49 Euro auf 1,21 Euro. Insgesamt reduzieren sich die Gebühren für die Innenstadtreinigung damit um fast 30 Prozent.

Entwässerung: deutliche Kostensteigerungen unvermeidbar

Anders als in den zuvor genannten Bereichen müssen die Entwässerungsgebühren im Jahr 2026 deutlich erhöht werden. Auch Einsparungen bei der Verzinsung konnten die erheblichen Kostensteigerungen nicht kompensieren. Hauptursache ist die vom Lippeverband angekündigte deutliche Erhöhung der Verbandsbeiträge um fast 300.000 Euro. Hinzu kommen Unterdeckungen der Betriebsabrechnungen der Vorjahre. Dadurch steigt die Schmutzwassergebühr um 29 Cent auf 3,28 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr erhöht sich von 0,94 Euro auf 1,05 Euro. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeutet dies eine Mehrbelastung von rund 60 Euro im Jahr beziehungsweise etwa 5 Euro im Monat – ausschließlich verursacht durch die gestiegenen Entwässerungskosten.

Langfristiger Gebührenvergleich zeigt moderate Entwicklung

Ein Blick auf die langfristige Gebührenentwicklung in Haltern am See zeigt trotz der aktuellen Anpassung weiterhin ein moderates Niveau. Betrug die jährliche Belastung eines Vier-Personen-Haushalts in den Bereichen Abwasser und Entwässerung im Jahr 2001 noch 538 Euro, so liegt dieser Wert mit den neuen Sätzen für 2026 bei 876 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 338 Euro über 26 Jahre – durchschnittlich 13 Euro bzw. 2,5 Prozent pro Jahr. Im Bereich der Abfallentsorgung liegt die jährliche Preissteigerung im selben Zeitraum bei etwa 1 Prozent.

Vergleiche mit anderen Städten im Kreis Recklinghausen bestätigen, dass die Kostensteigerungen kein lokales Phänomen sind. Alle Kommunen stehen vor ähnlichen oder sogar höheren Herausforderungen. Bei den Entwässerungsgebühren liegt Haltern am See kreisweit im Mittelfeld. Bei den Abfallgebühren (ohne Grüne Tonne bzw. Biotonne) bleibt Haltern am See weiterhin die günstigste Kommune.

Das waren die Themen der Ratssitzung

In der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag wurden Haushalt und Stellenplan der Stadt Haltern am See einstimmig von der Politik beschlossen. Verabschiedet wurden außerdem die Gebührenänderungen für 2026, die Vorplanung an der Holtwicker Straße, eine finanzielle Unterstützung der Tafel, Pöller für die Innenstadt und die Erstellung eines Förderantrags für die Sanierung der Sportanlage in Hullern.

Stellenplan und Haushalt 2026 verabschiedet

Der Stellenplan für 2026 weist insgesamt 467 Stellen aus – darunter 107 Beamtenstellen und 360 Beschäftigtenstellen. Details zu dem gestern einstimmig verabschiedeten Haushalt inklusive des Stellenplans können Interessierte dem digitalen Haushalt entnehmen. Er ist unter www.haltern.de/haushalt zu finden. Die Halterner Tafel soll ab 2026 mit einem Betrag von 10.000 Euro unterstützt werden sofern eine nachgewiesene Bedürftigkeit vorliegt – das entschied der Rat gestern einstimmig.

Gebührensatzungen für 2026 beschlossen

Gestern wurden zudem die Gebührensatzungen für die Abfall- und Abwasserbeseitigung 2026 final verabschiedet. Im kreisweiten Vergleich hat Haltern am See die geringsten Abfallgebühren und kann diese stabil halten. Bei den Entwässerungsgebühren kommt es zu einer Mehrbelastung von etwa 5 Euro im Monat – verursacht durch die gestiegenen Entwässerungskosten. Mehr zu dem Thema gibt es unter www.haltern.de/gebuehren2026.

Startschuss für die Planung der Holtwicker Straße

Für die grundhafte Erneuerung der Holtwicker Straße fiel mit dem positiven Beschluss über die Vorplanung der Startschuss. Details zur Planung finden sich auf der städtischen Homepage unter www.haltern.de/holtwickerstraße. Bürgermeister Andreas Stegemann betonte in der Ratssitzung, dass sich die Planung noch ganz am Anfang befinde und die Öffentlichkeit noch im Rahmen einer öffentlichen Auslegung einbezogen werde.

Rekumer Straße Haltern am See
Auf der Rekumer Straße sollen Sicherheitspoller installiert werden. / Foto: Frank Schürmann

Mehr Sicherheit in der Fußgängerzone: Poller werden installiert

Die Politik in Haltern am See hat mehrheitlich beschlossen, zur Erhöhung der Sicherheit in der Fußgängerzone zunächst sechs Sicherheitspoller auf der Rekumer Straße zu installieren. Die Poller sollen etwa auf Höhe der Hausnummern 12 und 17 eingebaut werden. Hintergrund des Beschlusses sind wiederholte gefährliche Situationen, die entstehen, wenn Liefer- und Paketdienste trotz bestehender Regelungen in die Fußgängerzone einfahren, obwohl die Zone lediglich zwischen 19 und 11 Uhr für Lieferverkehre freigegeben ist. Die Kosten für die Maßnahme werden voraussichtlich rund 80.000 Euro betragen und sind im Haushalt für 2026 berücksichtigt.

Förderantrag für Sanierung der Sportanlage Hullern

Die Politik hat beschlossen, die Verwaltung mit der Erstellung eines Förderantrags zur umfassenden Sanierung der Sportanlage Hullern zu beauftragen. Der Antrag soll bis zum 15. Januar 2026 im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingereicht werden. Gegenstand des Förderantrags sind die Umwandlung des bestehenden Naturrasenspielfeldes in einen Kunstrasenplatz, die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Kabinengebäude sowie die Erneuerung der Laufbahn. Sollte der Antrag im ersten Anlauf nicht bewilligt werden, wird er für die kommenden Förderzeiträume weiterverfolgt. Eine Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen erfolgt ausschließlich bei Erhalt eines positiven Förderbescheids. Damit setzt die Stadt einen wichtigen Schritt, um die Sportinfrastruktur im Ortsteil Hullern zukunftsfähig zu gestalten.

Weitere Informationen zu den einzelnen Punkten sowie zu den anderen Themen aus dem Sitzungsbereich gibt es im Ratsinformationssystem. Die nächsten regulären Sitzungen finden im März 2026 statt.

Stadtagentur gibt morgen Nikolausbäume gegen Spende ab

Noch bis heute verschönert der Halterner Nikolausmarkt die Vorweihnachtszeit. Am morgigen Montag, 15. Dezember, gibt die Stadtagentur wieder die Tannenbäume, die aktuell noch den Markt zieren, gegen eine Spende ab. Das Geld geht dieses Mal an die DLRG Haltern am See.

Startpreis pro Baum bei 10 Euro

Wer noch keinen Weihnachtsbaum in den eigenen vier Wänden stehen hat, kann ab 10 Uhr einen Baum gegen eine Spende mitnehmen. „Da die Tannenbäume noch sehr schön sind und nach dem Ende des Marktes nicht mehr benötigt werden, wollen wir damit etwas Gutes tun“, erklärt Eventmanager Christian Koop: „Der Startpreis pro Baum liegt bei mindestens 10 Euro. Wir nehmen natürlich gerne mehr entgegen, da das Geld Eins-zu-eins an die DLRG-Ortsgruppe weitergegeben wird.“

Interessierte können ihn und die anderen Mitarbeitenden der Stadtagentur, die an ihren gelben Jacken zu erkennen sind, einfach beim Abbau auf dem Marktplatz ansprechen. Falls gerade niemand vor Ort ist, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Alten Rathaus (erstes Büro auf der rechten Seite) zu finden. Von 13 bis 14 Uhr findet keine Ausgabe statt.

Weihnachtsbäume so lange der Vorrat reicht

Vor Ort besteht die Möglichkeit, den Tannenbaum für den Abtransport einzunetzen. Zudem können die Spenderinnen und Spender ihren Baum bei Bedarf zuschneiden. Die Aktion geht so lange der Vorrat reicht. Sie betrifft ausschließlich die Bäume auf dem Marktplatz. Die Tannenbäume in den Einkaufsstraßen bleiben noch bis ins neue Jahr stehen.

Das passiert mit den Spenden

Im letzten Jahr konnte die Stadtagentur dem Verein Vitus durch die Spenden einen Scheck in Höhe von 555 Euro überreichen. Das Geld stammte sowohl von der Nikolausbaum-Aktion als auch von der Fahrradwaschstation bei den Halterner Outdoor- und Fahrradtagen (HOFT). Auch in diesem Jahr soll das Geld von der HOFT aufgestockt werden. Die Stadtagentur hofft auf zahlreiche Spenden für die wichtige Arbeit der DLRG.

FOCUS-Ärzteliste 2026: Top-Mediziner aus Haltern im KERN-Verbund ausgezeichnet

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Gute Nachrichten für Patientinnen und Patienten aus Haltern am See: Ein Chefarzt aus dem St. Sixtus-Hospital Haltern am See steht auf der FOCUS-Ärzteliste 2026. Insgesamt werden sieben Chefärzte aus dem KERN-Leistungsverbund als Top-Mediziner ausgezeichnet. Die FOCUS-Ärzteliste 2026 gilt bundesweit als wichtige Orientierung bei der Wahl von Arzt und Krankenhaus.

FOCUS-Ärzteliste 2026 als bundesweite Orientierung

Die vom Magazin FOCUS Gesundheit veröffentlichte FOCUS-Ärzteliste 2026 bietet Patientinnen und Patienten eine verlässliche Entscheidungshilfe. In regelmäßigen Abständen überprüft die Redaktion die Qualität führender Mediziner und Kliniken. Die Ergebnisse werden jährlich in aktuellen Ärzte- und Kliniklisten veröffentlicht.

Grundlage der Bewertung sind unter anderem Befragungen von Klinikärzten und niedergelassenen Medizinern, die die fachliche Qualität ihrer Kolleginnen und Kollegen einschätzen. Zusätzlich fließen die Zufriedenheit der Patienten, wissenschaftliche Publikationen, Moderationen, die Organisation eigener Ärztefortbildungen, Angaben zum Behandlungsspektrum sowie die jeweilige Spezialisierung in die Bewertung ein. Berücksichtigt werden ausschließlich Mediziner mit überdurchschnittlich guten Ergebnissen und zahlreichen Empfehlungen.

Chefarzt aus Haltern auf der FOCUS-Ärzteliste 2026

Das St. Sixtus-Hospital Haltern am See ist in der FOCUS-Ärzteliste 2026 mit Dr. Ramon Martinez vertreten. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin mit dem Fachbereich Kardiologie wird als Top-Mediziner ausgezeichnet. Seine Schwerpunkte liegen in der Endokrinologie, bei Fettstoffwechselstörungen sowie in der Behandlung von Bluthochdruck.

Diese Chefärzte aus dem KERN-Verbund wurden ausgezeichnet

In alphabetischer Reihenfolge nennt FOCUS Gesundheit folgende Top-Mediziner aus dem KERN-Leistungsverbund:

Dr. Alexander Awakowicz, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sankt Marien-Hospital Buer
Knie- und Hüftchirurgie

Priv.-Doz. Dr. med. Mike H. Baums, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, Fachbereich Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten
Schulter- und Kniechirurgie

Dr. Ramon Martinez, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Fachbereich Kardiologie, St. Sixtus-Hospital Haltern am See
Endokrinologie, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck

Prof. Dr. Bernhard Planz, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, St. Barbara-Hospital Gladbeck
Harnsteine, benignes Prostatasyndrom, Prostatakrebs

Prof. Dr. Andreas Raffel, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie, Marienhospital Gelsenkirchen
Endokrine Chirurgie

Priv.-Doz. Dr. Marc Röllinghoff, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, Fachbereich Orthopädie und Unfallchirurgie, Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie, Marien-Hospital Marl
Wirbelsäulenchirurgie, Knochen- und Weichteiltumore

Dr. Hans-Jörg Sommerfeld, Chefarzt der Klinik für Urologie, Marien-Hospital Marl
Blasenkrebs

Walter Sittler und Johann von Bülow lesen in der Aula des Schulzentrums

Einladung zu einem außergewöhnlichen Literaturabend über die „Weltgeschichte der Lüge“ zu Ehren von Roger Willemsen und Dieter Hildebrandt.

Die Stadtbücherei Haltern am See und ihr Förderverein laden am 14. März 2026 zu einer besonderen Veranstaltung ein. Walter Sittler und Johann von Bülow kommen im nächsten Jahr in die Seestadt und widmen sich einem Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst: der Lüge – ihrem Reiz, ihrer Macht und ihren historischen Folgen.

Tickets kosten 25 Euro und sind ab sofort online unter pretix.eu/stadtbuecherei sowie in der Buchhandlung Kortenkamp zu den üblichen Öffnungszeiten erhältlich.

200-mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Lüge ist der Kitt der Weltgeschichte. Die Urkunden, die den Kirchenstaat begründet haben und Hamburg zur Hansestadt machten – gefälscht! Vielleicht ist ja sogar das halbe Mittelalter eine Erfindung … und dann das 19. Jahrhundert – die große Zeit der Hochstapler! Sie verkaufen den Eiffelturm und die Stadt London in Einzelteilen. Nicht zu vergessen, dass dann im 20. Jahrhundert natürlich niemand vorhatte, in Berlin eine Mauer zu errichten, oder eine „sexual relation with that woman“ hatte. Endlich die Weltgeschichte der Lüge!

Nach dem überwältigenden Erfolg mit ihrer Lesung zu Ehren von Roger Willemsen und Dieter Hildebradt im St.Pauli Theater in Hamburg, gehen Walter Sittler (Hildebrandt) und Johann von Bülow (Willemsen) nun mit ihrer unterhaltsamen Suche nach der Wahrheit über die Lüge auf Tour.

Neu arrangiert und sanft aktualisiert werfen sie mit skandalösen Unwahrheiten und hinterhältigen Intrigen nur so um sich. Sehr zur Unterhaltung des Publikums, das nach diesem Abend um einige Illusionen ärmer sein dürfte.

Die Veranstaltenden freuen sich darauf, das Publikum zu einem Abend voller Witz, Erkenntnis und überraschender historischer Enthüllungen begrüßen zu dürfen.

Veranstalter: Stadtbücherei Haltern am See und Förderverein
Termin: 14. März 2026, Aula Schulzentrum
Eintritt: 25 Euro

Tickets: online unter pretix.eu/stadtbuecherei und in der Buchhandlung Kortenkamp

Winterpause im Trigon

Der Jugendbereich des Trigons bleibt in der Zeit vom 18. Dezember 2025 bis einschließlich 12. Januar 2026 geschlossen.

Ab dem 13. Januar 2025 ist der Treffpunkt wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Das sind die regulären Öffnungszeiten des Trigon:
dienstags und mittwochs von 16 bis 22 Uhr
freitags von 18 bis 22 Uhr

Das Team des Trigons wünscht allen eine angenehme Winterzeit und freut sich auf ein Wiedersehen im neuen Jahr.

Als das Weihnachtslicht unsere Erinnerungen weckte

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Wie in jedem Jahr sitze ich mit meinen kleinen Cousinen im Kinderzimmer oben bei Oma Mia im alten großen Haus mitten im Dorf. Unsere Eltern sind unten in der Küche oder im Wohnzimmer, dort herrscht ein ruhiges Durcheinander aus Stimmen, Klappern und gelegentlichem Lachen. Wir Kinder warten auf das Glöckchen. Erst wenn sein heller Klang durch das Haus schwebt, dürfen wir die Treppe hinuntergehen. Dann beginnt Weihnachten wirklich.

Doch im Kinderzimmer herrscht alles andere als Stille. Emine und Sophia, die beiden Töchter von Tante Dani, liefern sich einen ziemlich entschlossenen Streit um ein Haargummi. Liah, die Tochter von Tante Nati, singt fröhlich und zum zwanzigsten Mal dasselbe Weihnachtslied. Mathea sitzt mit ernster Miene in der Spielecke und spielt Mutter Vater Kind. Ich selbst sitze auf dem Bett, dem Bett, auf dem schon jedes Enkelkind unzählige Male geschlafen hat, und scrolle ohne viel nachzudenken durch TikTok.

„Nele, spielst du mit“, ruft Mathea plötzlich.

„Gleich“, sage ich, stecke das Handy weg und sehe sie an.

Sie tritt vor mich, verschränkt die Arme und mustert mich streng. „Aber diesmal ohne Handy. Versprochen.“

Ich seufze gespielt dramatisch und nicke. „In Ordnung. Aber heute bin ich nicht das Kind.“

„Nein“, entscheidet sie sofort. „Heute bist du die Mama. Und du musst mir etwas vorlesen, weil ich schlafen soll.“

Ich gehe zum alten Bücherregal. Dort stehen Bücher, die so häufig gelesen wurden, dass ihre Ecken weich geworden sind. Einige stammen sicher noch aus der Kindheit meiner Mutter. Der Struwwelpeter wirkt darin fast modern. Ich suche nach etwas, das nicht zu lang und nicht zu bekannt ist. Emily Erdbeer wäre heute eindeutig zu viel. Mein Blick wandert über alte Fotoalben und vergilbte Mappen und bleibt an einem dicken beigen Ordner hängen. Er wirkt, als hätte ihn seit Jahrzehnten niemand angefasst. Ein bisschen Staub glitzert sogar im Licht.

„Was ist das denn“, fragt Mathea sofort neugierig.

„Ich weiß es nicht“, antworte ich. „Ich glaube, ich habe den Ordner hier noch nie gesehen.“

Ich setze mich aufs Bett, lege den Ordner vor uns und schlage ihn vorsichtig irgendwo in der Mitte auf. Kaum ist die erste Seite sichtbar, tauchen auch Emine, Sophia und Liah an meiner Seite auf. Der Streit verstummt. Das Singen endet. Alle schauen auf die Bilder vor uns.

Auf dem ersten Foto erkennen wir meine Mutter als kleines Kind. Unter dem Bild steht ihr Name, mit einem Stift geschrieben, dessen Farbe fast vollständig verblasst ist.

„Das ist deine Mama“, stellt Liah fest.

Ich nicke. „Ja. Ich erzähle euch, wie ihre Adventszeit früher war.“

Im Ordner stehen nur wenige Worte. Jahreszahlen. Kurze Notizen. Manche Seite enthält nur ein einziges Foto. Doch ich kenne viele dieser Geschichten, denn Mama hat sie oft erzählt. Und die Bilder wecken alles wieder.

Mama wurde damals in der Adventszeit von Nonnen unterrichtet. Jeden Morgen, kurz vor Beginn des Unterrichts, lasen sie der ganzen Klasse eine Adventsgeschichte vor. Auf dem Pult stand ein selbstgestaltetes Glas mit einem echten Teelicht. Kein künstliches Licht, keine kleine Batterie, sondern eine echte kleine Flamme, die den Raum warm erhellte. Mama erzählte uns oft, wie ruhig es dann wurde. Die ganze Klasse hörte zu. Es war ein Moment der Stille, ein kleines Ritual, das jeden Tag ein Stück heller machte.

Wir blättern weiter. Auf dem nächsten Foto sehen wir eine festlich geschmückte Innenstadt. Lichterketten ziehen sich über die Straßen, Sterne hängen in den Fenstern und alles wirkt wie in warmes Gold getaucht.

„Mama wusste jedes Jahr sofort, wann die Adventszeit begonnen hatte“, erkläre ich. „Überall brannten Lichter. Die ganze Stadt schien vor Wärme zu leuchten. Und jedes dieser Lichter bedeutete für sie, dass Weihnachten näherkam.“

Tick Tack Oma Elfriede

Wir blättern weiter. Auf der nächsten Seite sehen wir die Krippe unserer Tick Tack Oma Elfriede und unseres Tick Tack Opas Clemens. Die Figuren stehen nicht eng zusammen, sondern wie auf einer kleinen Reise verteilt im Raum.

„Die Figuren wanderten jeden Tag ein kleines Stück näher zur Krippe“, erzähle ich. „Erst an Heiligabend standen sie alle an ihrem Platz. Und davor brannten kleine Kerzen. Es war, als hätte jedes Licht eine eigene Bedeutung.“

Dann erscheint ein Foto von einer geschlossenen Tür. Dahinter stand der geschmückte Weihnachtsbaum. Mama und ihre drei Schwestern durften ihn niemals früher sehen. Erst kurz vor der Bescherung wurde er ins Wohnzimmer gestellt und liebevoll geschmückt, während die Kinder im größten Zimmer warten mussten. Erst das Glöckchen durfte sie hineinrufen.

„Und in der Adventszeit war das Schlafzimmer der Eltern streng verboten“, füge ich hinzu. „Mama hat als Kind nie verstanden warum. Manchmal hat sie heimlich nachgesehen, ob dort etwas liegt, was nicht dorthin gehört. Aber sie fand nie etwas. Es blieb ein Geheimnis. Und ein Stück dieser geheimnisvollen Vorfreude begleitet sie bis heute.“

Wir schlagen eine weitere Seite auf. Dort steht der Nikolaus mit Mitra, Bischofsstab und einem goldenen Buch. Neben ihm stehen Kinder, die ihn mit einer Mischung aus Neugier und Ehrfurcht ansehen.

„Der Nikolaus war für Mama immer etwas Besonderes“, beginne ich. „Er kam jedes Jahr mit dem Feuerwehrauto.“

Meine Cousinen reißen die Augen auf.

„Wirklich“, lache ich. „Die Feuerwehr fuhr ihn durch das ganze Dorf. Onkel Hermann erzählte jedes Jahr, dass der Nikolaus zuerst kleine Geschenke bei der Feuerwehr abliefert, bevor er weiterfährt. Und jedes Mal behauptete er, er sei selbst auf eine Höhere Töchterschule gegangen. Wir lachen jedes Jahr darüber. Onkel Hermann ist einfach ein Original. Genauso wie Onkel Ecki. Beide gehören zu unserer Familie wie Licht zu Weihnachten.“

Wir blättern weiter. Auf dem nächsten Foto sehen wir eine selbstgebastelte Krippe. Jede Figur ist mit viel Geduld und Liebe gestaltet.

Onkel Ecki

„Diese Krippe hat Onkel Ecki selbst gebaut“, erkläre ich. „Er hat gesägt, geschnitzt, geklebt und jede Figur so gestaltet, wie er sie sich vorgestellt hat. Und jedes Jahr steht wieder eine kleine Kerze daneben. Damit man alles gut erkennen kann.“

Auf einem späteren Foto steht ein kleiner Weihnachtsbaum auf einem Tisch mit einer weißen Decke. Am Rand der Decke hängt eine alte goldene Kette. Die Baumspitze hat eine kleine Kerbe.

„Onkel Ecki hat als Kind einmal in die Spitze gebissen“, erzähle ich. „Ein Stück fehlt. Aber die Familie hat die Spitze jedes Jahr wieder benutzt. Nicht den Baum, aber die Spitze. Früher musste nicht alles perfekt sein. Es zählte, was es bedeutete.“

Wir sehen einen Pappteller vor dem Baum. Darauf liegen Nüsse, Mandarinen, Apfelsinen, grüne Äpfel aus dem Garten, Feigen, Marzipanbrot, Schokoladenautos und vier Schokotaler mit einem goldenen Band. Eine kleine Kerze steht daneben.

„Das war der Weihnachtsteller“, sage ich leise. „Jedes Kind hatte einen. Und es waren jedes Jahr die gleichen Pappteller. Wenn der Teller leer war, gab es nichts mehr. Aber alle freuten sich darauf.“

Ich erzähle weiter, wie Onkel Hermann und Onkel Ecki wochenlang im ganzen Haus nach Geschenken suchten. Überall. Hinter Schränken, unter Betten, in Schubladen. Und wie sie nie etwas fanden. Wieder blättern wir um, und auf dem nächsten Bild sitzt der Tick Tack Opa am Klavier, während Onkel Hermann Flöte spielt. Im Hintergrund brennt natürlich eine Kerze.

Wir blättern weiter und sehen schließlich meine Oma Edeltraut, die Mutter meines Vaters. Eine warmherzige Frau, die ich über alles liebe. Meine kleinen Cousinen kennen sie nur von Bildern.

„Das ist meine andere Oma“, sage ich leise. „Sie gehört zur anderen Seite unserer Familie. Kleiner, aber nicht weniger liebevoll.“

Ich erzähle die Geschichten, die sie uns früher erzählt hat. Wie sie als Kind glaubte, das Christkind sei ein helles Licht. Ihr Bruder Rainer hingegen war überzeugt, es sei ein kleiner grüner Mann. Die Mädchen lachen und rücken noch näher zusammen.

Dann erzähle ich von dem Nikolaus, der bei ihr mit Knecht Ruprecht kam. Und wie im Sack einmal ein Bein herausgehangen haben soll. Eine Freundin behauptete damals, es sei ein Kind darin gewesen. Oma hat nie vergessen, wie sehr sie sich damals erschreckt hat. Und wie wieder irgendwo eine Kerze brannte.

Auf einem anderen Bild sehen wir einen großen Schlitten, der von Pferden gezogen wird, und viele kleine Schlitten dahinter. Oma erzählte, dass sie so im Winter zur Schule gefahren sind. Die Zeitung schrieb jedes Jahr darüber. In einer bestimmten Kurve fiel immer ein Kind aus der Reihe und landete im Schnee.

Dann sehen wir ein Foto von meinem Papa als Baby. Er sitzt im Schnee, eingepackt wie ein kleiner Eskimo. „Das ist Papa“, sage ich. „Sein erstes Weihnachten. Es gab damals riesige Schneemengen und er wollte nicht auf dem Schlitten sitzen, sondern ihn unbedingt selbst ziehen.“

„So wie Mathea“, ruft Liah lachend und alle prusten los.

Auf einer weiteren Seite sehen wir Opa Günter im Schnee, mit einer frisch geschlagenen Tanne. Ich erzähle, dass die Kinder in seiner Familie an Heiligabend draußen spielen mussten, dick eingepackt, während im Haus der Baum geschmückt wurde. Erst am Abend durften sie hinein, sich umziehen und im Flur warten, bis das Glöckchen läutete.

„Schon wieder eine Glocke“, flüstert Emine.

„Ja“, sage ich. „In jeder Geschichte gibt es Licht. Und eine Glocke. Und einen Moment, in dem alle zusammen sind.“

Ich will gerade umblättern, als wir sie hören.

Die echte Glocke. Klar. Warm. Hell.

„Das Glöckchen“, ruft Mathea und springt auf.

Wir alle fahren hoch. Ich schlage den Ordner zu. Ein kleines Staubkorn fliegt auf und glitzert im Lampenlicht, als würden die Bilder darin noch einmal für einen Moment aufleuchten.

Wir rennen zur Tür. Die Treppe, die hinunterführt, ist festlich geschmückt. Lichterketten hängen über den Stufen, Tannenzweige schmücken das Geländer. Der ganze Weg wirkt, als würde er im warmen Licht schweben.

Kurz bleibt Sophia im Flur stehen, um ihre Haare zu richten. Emine stellt sich neben sie und lächelt.

„Heute nicht streiten“, sage ich mild. „Heute ist Weihnachten.“

Wir gehen hinunter ins Wohnzimmer. Oma Mia steht im Türrahmen, ihre Augen leuchten. Die Tanten sitzen auf der Couch. Unter dem großen Baum liegen für jedes Kind kleine Geschenke. Der Baum strahlt in hunderten Lichtern, die Kerzen flackern warm.

Wir packen aus, lachen, zeigen uns gegenseitig unsere Sachen. Es werden Fotos gemacht. Die Musik läuft leise im Hintergrund. Irgendwo brennt eine Kerze und taucht den Raum in sanftes Licht. Alles fühlt sich warm und lebendig an, als würde der Raum selbst atmen.

Als später Ruhe einkehrt, gehe ich zu Oma Mia.

„Oma“, frage ich leise, „woher hast du eigentlich den Ordner mit den Weihnachtsbildern. Dort waren sogar Fotos von Oma Edeltraut und Opa Günter drin.“

Oma runzelt die Stirn. „Welcher Ordner“, fragt sie.

„Der aus dem Kinderzimmer. Adventszeit neunzehnhundertfünfzig bis neunzehnhundertneunzig.“

„So einen Ordner kenne ich nicht“, sagt sie verwundert. „Hol ihn einmal, dann schaue ich ihn mir an.“

Ich gehe nach oben. Das Kinderzimmer ist voller Kissen und Spielsachen, genau wie vorher. Nur der Ordner ist verschwunden. Nicht im Regal. Nicht unter dem Bett. Nicht auf dem Schrank. Er ist einfach weg.

Ich bleibe einen Moment stehen und lausche. Von unten höre ich gedämpfte Stimmen und leise Musik. In meinem Kopf erscheinen die Bilder noch einmal: das Teelicht im Klassenzimmer, die wandernden Krippenfiguren, die goldene Spitze, die Kerzen in der Kirche, der Weihnachtsteller, der Schlittenzug und die Glocken jedes Weihnachtsabends.

Alles ist da.

Vielleicht tauchen manche Dinge nur dann auf, wenn man sie gerade braucht. Vielleicht ist Licht überall, wenn man hinschaut. Vielleicht ist Weihnachten genau das: ein Licht, das weitergegeben wird. Ein Gefühl, das bleibt. Eine Hoffnung, die leuchtet.

Ich gehe zurück nach unten. Mathea nimmt meine Hand.

„Erzählst du mir die Geschichten morgen wieder“, fragt sie leise.

„Ja“, sage ich. „Ganz bestimmt.“

Der Baum leuchtet. Die Kerzen flackern. Und ganz leise, fast wie ein Hauch, höre ich noch einmal das kleine Glöckchen.

Es klingt wie ein Versprechen, das bleibt.

Genuss und Adventsstimmung im Raiffeisenmarkt Haltern am See

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Was macht einen Besuch im Raiffeisenmarkt Haltern am See in diesen Wochen so besonders? Vielleicht sind es die warmen Farben, die liebevollen Details oder der feine Duft von Winter und Vorfreude. Vielleicht ist es aber auch das neue Highlight, das Genießer sofort aufhorchen lässt. Denn erstmals finden Sie hier die Weine der Bottwartaler Winzer aus dem sonnigen Württemberg. Der Raiffeisenmarkt ist der einzige Anbieter dieser besonderen Tropfen in Haltern am See.

Zwischen Dekorationen, Geschenkideen und Alltagsprodukten fällt ein Weinregal sofort ins Auge. Klare Etiketten, ein traditionsreiches Weingut, das seit Jahrzehnten Handwerk, Naturverbundenheit und Leidenschaft verbindet. Die Weinberge der Bottwartaler Winzer liegen in einer der schönsten Lagen Württembergs mit mildem Klima, sonnenverwöhnten Hängen und fruchtbaren Böden. Jeder Schluck erzählt von dieser Landschaft.

Weintradition mit Herz

Im Bottwartal entstehen Weine, die für Klarheit, Aromatik und elegante Tiefe stehen. Viele Sorten sind ausgezeichnet und deutschlandweit geschätzt. Die Winzer geben ihren Trauben Zeit, schenken ihnen Aufmerksamkeit und entwickeln Weine, die Charakter und Herkunft in sich tragen. Dass diese jetzt im Raiffeisenmarkt erhältlich sind, macht das Sortiment noch vielfältiger und wertvoller.

Ob festliches Weihnachtsessen, gemütlicher Abend oder Geschenk für eine liebe Person, diese Weine passen in jede Adventsstimmung.

BESONDERE WEINE AUS DEM BOTTWARTAL

Weißweine

Riesling Kabinett
Fruchtig und klar mit Noten von grünem Apfel und Zitrone. Ideal zu Fisch und leichten Speisen.

Grauburgunder trocken
Birne, Quitte und ein Hauch Nuss. Harmonisch und weich im Mundgefühl.

Sauvignon Blanc trocken
Stachelbeere, Cassis und lebendige Frische. Ein Wein, der sofort Freude macht.

Vinian Blanc de Noirs, weiß gekeltert
Helle Frucht und leichte Cremigkeit. Elegant für besondere Stunden.

Roséweine

Muskat Trollinger Rosé
Duftige Himbeere und Muskatwürze. Sehr weich und angenehm.

Pinot Noir Rosé trocken
Feine Erdbeere, elegante rote Früchte. Perfekt zu Vorspeisen.

Schwarzriesling Rosé trocken
Beerig, weich, mit feiner Würze.

Vinian Samtrot Rosé
Samtig, fruchtig, mild. Ideal für entspannte Abende.

Rotweine

Merlot trocken
Dunkle Beeren, warme Schokolade und Würze. Kräftig, ideal zu Wild.

Rotwein Cuvée trocken
Waldfrucht, harmonische Würze, viel Charakter.

Lemberger
Klar, fruchtig und typisch württembergisch.

Winterrezepte für Genießer

Wildschweingulasch mit Wurzelgemüse

Saftiges Fleisch, langsam geschmort mit Möhren, Sellerie, Lorbeer und Wacholder. Der Duft erfüllt das ganze Haus. Dazu passen Rotkohl oder Spätzle.
Empfohlener Wein: Merlot trocken oder Rotwein Cuvée trocken

Kartoffelsalat mit Bockwürstchen

Ein Klassiker an Heiligabend. Zubereitet mit Brühe, Essig, Öl und Zwiebeln gehört er für viele Familien zur Tradition.
Empfohlener Wein: Grauburgunder trocken

Adventszauber im Raiffeisenmarkt Haltern am See

Der Raiffeisenmarkt Haltern am See zeigt eindrucksvoll, wie Genuss, Qualität und Regionalität zusammenfinden. Die Weine der Bottwartaler Winzer sind eine Bereicherung für die Weihnachtszeit und ein kleines Stück Süden für Ihr Zuhause.

Ein Besuch lohnt sich jetzt besonders entdecken Sie Ihr neues Lieblingsglas und schenken Sie Genuss, der in Erinnerung bleibt.

Adresse:
Annabergstraße 71-73
45721 Haltern am See

Telefon: +49 (0) 2364 92 51-0
E-Mail: info@rwg-haltern.de
Web: www.rwg-haltern.de

Auf einen Kaffee mit Stephan Sandkühler

Wenn man sich mit Stephan Sandkühler auf einen Kaffee trifft, sollte man zwei Dinge wissen: Erstens, er trinkt seinen Kaffee schwarz wie ein Kohlenkeller im Dezember. Zweitens, wer glaubt, es bleibt bei einem Kaffee, hat die Wirkung von Koffein auf wortverliebte Menschen unterschätzt.

Er sitzt da, grinst, rührt nicht, weil da ja nichts zu rühren ist, und sagt trocken: „Milch ist was für Menschen mit Hoffnung.“ Mir wird sofort klar: Das wird kein Smalltalk über Wetter oder Zucker. Das wird ein Gespräch, das man sich am liebsten einrahmen möchte.

Ein Halterner Jung mit Alphabet im Kopf

Stephan ist Autor, Poetry-Slammer, Halterner Jung und jemand, der mit Worten umgehen kann, als hätte er sie schon beim Frühstück alphabetisch sortiert. Ein Typ, der aus dem Nichts Geschichten baut und aus einem Schluck Kaffee gleich ein Kapitel.

Wir reden über Worte, über das Schreiben und darüber, wie aus kleinen Ideen manchmal ganze Lebensgeschichten werden. „Ich habe früher zu Weihnachten immer Geschichten geschrieben“, erzählt er. „Erst für die Familie, später für alle, die sie hören wollten.“ Man spürt sofort, das tut er nicht aus Pflicht – es ist sein Wohlfühlort.

Schreiben als Reise in die eigene Weihnachtswelt

Einmal im Jahr taucht Stephan tief ein in seine persönliche Weihnachtswelt, schreibt sich durch Erinnerungen und Momente, die ihn bewegen.

In diesem Jahr heißt seine Geschichte „Tedesco – der Deutsche“. „Eine ernste, aber schöne Geschichte“, sagt er leise. „Über Freundschaft, Schicksal und darüber, was bleibt, wenn alles andere weggespült wird.“

Während er spricht, tippt sein Zeigefinger auf den Kaffeelöffel, als suche er nach einem Rhythmus. Und das passt – denn Stephan denkt in Worten, die Musik haben.

Der Sprung auf die Bühne

Sein Weg auf die Poetry-Slam-Bühne begann vor ein paar Jahren – spontan, wie so vieles in seinem Leben. „Christofer mit f“, sagt er und lacht, „der war schuld.“

Christofer ist Poetry-Slammer, Moderator, Freund – und derjenige, der Stephan ohne Rückgaberecht in die Slam-Welt geschubst hat. „Plötzlich stand ich da: Mikro in der Hand, Herz in der Hose, aber Text auf Papier.“

Seitdem ist er regelmäßig auf der Bühne: lesend, lachend, berührend – manchmal alles gleichzeitig. „Das Schönste ist, wenn Leute nach der Show kommen und sagen: Danke. Dann weiß ich, der Text hat was bewegt.“

Über Liebe, Demut und das echte Leben

Als Stephan von seiner Frau spricht, verändert sich sein Ton. „Sie arbeitet in der Pflege“, sagt er. „Und wenn du jemanden hast, der das mit Leidenschaft macht, dann lernst du Demut.“

Er selbst arbeitet bei Evonik, zwischen Anlagenbau und Rohrleitungen. „Sie mit Menschen, ich mit Rohren. Irgendwie funktioniert’s trotzdem“, sagt er und grinst.

Man spürt seinen Respekt. Sie ist kein stilles Beiwerk, sondern ein Mensch, der ihn erdet, wenn seine Worte mal wieder zu hoch fliegen.

Zwischen Zeilen, Kabeln, Kaffee und Rotwein

Stephan schreibt über das Leben, wie es ist – ehrlich, herzlich, manchmal unbequem, immer echt. „Ich schreibe, wenn ich was zu sagen hab“, sagt er. „Und wenn ich nix zu sagen hab, dann trink ich halt Kaffee.“

Haltern als Heimat und Inspirationsquelle

Wir reden über Haltern, über Heimat und den Zauber kleiner Städte. „Ich war mal weg“, erzählt er, „und hab dann gemerkt, dass hier alles ist, was ich brauche. Familie, Freunde, Geschichten. Und ein See, der aussieht, als würde er zuhören.“

Worte, die bleiben

Zum Schluss sitzt er da, lässig, zufrieden, mit einem Rest Kaffee im Becher. „Weißt du, was das Schönste ist?“, fragt er. „Wenn du mit Worten jemanden berührst und der das nicht mehr vergisst. Dann war’s ein guter Text.“

Ich nicke – und denke, dass dieser Kaffee genau das war: eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.

Die neue Lokallust Haltern: Sternenzauber und eine Weihnachtsgeschichte voller Herz

Die Dezember-Ausgabe lädt Sie ein zu einer Reise durch Erinnerung, Gemeinschaft und die kleinen Wunder, die diese Stadt so besonders machen. Die Themen im Überblick:

  • „Winter-Wunderland“ – Ein Hühnerstall wird zum Zauberort

Wenn aus vier Porzellanhäuschen eine ganze Welt entsteht: Tanja und Guido Hartmann öffnen auch in diesem Jahr ihre beeindruckende Miniatur-Weihnachtslandschaft. Entstanden in liebevoller Kleinarbeit, mit rund 150 Gebäuden, 600 Figuren und unzähligen leuchtenden Details. Ein Ort, der zeigt, wie viel Freude entsteht, wenn Menschen etwas für andere erschaffen. Eine Geschichte über Handwerk, Leidenschaft und eine „heile Welt“, die wir alle manchmal brauchen.

  • Historisches Haltern – Die alte evangelische Kirche

Ein Blick in die Vergangenheit, die geprägt war von Mut, Wandel und Glauben: Die Erzählung führt zurück ins 16. Jahrhundert, zu einer Zeit voller religiöser Spannungen und zeigt, wie aus einer kleinen Gemeinschaft schließlich ein eigenes Gotteshaus entstand. Die alte evangelische Kirche, 1855 eingeweiht und Jahrzehnte später abgerissen, bleibt ein Kapitel Halterner Stadtgeschichte, das bis heute berührt.

  • Auf einen Kaffee mit … dem Sternenzauberteam

Ein Gespräch über Licht, Gemeinschaft und eine Idee, die die ganze Stadt wärmer macht: Der Sternenzauber. 130 Herrnhuter Sterne, neue Hütten, neue Impulse erzählt von Menschen, die Haltern gemeinsam heller strahlen lassen möchten. Eine Begegnung, die zeigt: Wenn Bürger zusammenhalten, entsteht mehr als Dekoration – es entsteht ein Gefühl von Heimat.

  • Weihnachtsgeschichte – Als das Weihnachtslicht unsere Erinnerungen weckte

Eine Erzählung über vier Kinder im Wartezimmer der Vorfreude und über einen alten Ordner voller Familiengeschichte: Jedes Foto, jede Notiz öffnet ein Fenster in die Adventszeit früherer Generationen. Krippen, Kerzen, Geheimnisse hinter verschlossenen Türen, der Nikolaus auf dem Feuerwehrauto, ein Weihnachtsbaum mit einer angebissenen Spitze. Eine Geschichte über Traditionen, die uns prägen, und über das Licht, das uns durch die Zeit begleitet.

In der Ausgabe finden Sie außerdem Veranstaltungstipps, Freizeitideen und Impulse aus Ehrenamt, Kultur und Gemeinschaft.

Alle Inhalte können auch online nachgelesen werden unter:
https://www.haltern-online.de/category/lokallust-haltern