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Kommunalwahl Haltern 2025 – Teil 8: Inklusion und Miteinander

Am 14. September 2025 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Haltern am See eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister. In unserer Serie zur Kommunalwahl stellen wir allen drei Kandidaten die gleichen Fragen zu zentralen Themen der Stadtentwicklung. Die Antworten werden im Wortlaut veröffentlicht, ohne redaktionelle Änderungen.

Hinweis: Dies ist Teil 8 unserer Serie. Die bisherigen Teile findest du hier:

Frage 17: Was möchten Sie tun, damit Menschen mit Behinderung barrierefrei teilnehmen können?

Andreas Stegemann, amtierender Bürgermeister der Stadt Haltern, Partei CDU:

Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und lebt vom fairen und respektvollen Umgang untereinander.

Konkret wird der neugestaltete Schulhof am Schulzentrum mit einem inklusiven Spielplatz ausgestattet werden. Genauso wie der Skatepark, die Schwimmbäder oder die Sportplätze sollen die Sportanlagen allen Menschen offenstehen.

Dr. Vanessa Giese, parteilose Bürgermeisterkandidatin, unterstützt von SPD und Grüne:

Behinderung ist vielfältig. Am offensichtlichsten ist eine Gehbehinderung, aber es gibt viele unsichtbare Behinderungen und chronische Erkrankungen, die im Alltag beeinträchtigen.

Deshalb möchte ich hier keine pauschale Antwort geben, sondern mein Vorgehen skizzieren: Gemeinsam mit den Betroffenen sollten wir erkunden, wo es Maßnahmen bedarf. Über das Format müssen wir sprechen: einen runden Tisch, eine gemeinsame Landkarte oder einen nächsten Bürgerrat, der sich das Thema vornimmt.

Wichtig ist mir, eng am Alltag der Menschen zu sein, damit wir möglichst praktikable Maßnahmen haben. Das spart auch Ressourcen.

Matthias Engicht, Bürgermeisterkandidat der AfD:

In Haltern können Menschen mit Behinderung schon an vielen Orten barrierefrei teilnehmen. Man muss weiter schauen, wo individuell Verbesserungsmöglichkeiten geschaffen werden können.

Frage 18: Wie wollen Sie die soziale Teilhabe älterer Menschen und Neubürger fördern?

Andreas Stegemann:

Wir führen einmal jährlich einen Neubürgerempfang im Ratssaal des Rathauses durch, wo sich alle Neubürger über ihre Stadt informieren können, um Anschluss zu finden.

Die Förderung der Altenhilfe wird zudem durch eine städtische Satzung finanziell sichergestellt. Durch den Seniorenbeirat und die aktive Beteiligung ist die ältere Generation überall mit dabei.

Dr. Vanessa Giese:

Für ältere Menschen ist es wichtig, Treffpunkte zu haben, die gut erreichbar und kostengünstig sind. Dazu braucht es passenden ÖPNV beziehungsweise Ruf-Angebote.

Neben Seniorentreffs sind auch Mehrgenerationenhäuser Orte der Begegnung. In der Stadt und den Dörfern benötigen wir Sitzbänke, um mal auszuruhen, und öffentliche oder öffentlich zugängliche, private Toiletten. Ampeln müssen so geschaltet sein, dass Ältere gut queren können.

Wir sollten es auch hochaltrigen Menschen ermöglichen, lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben – mit ehrenamtlichen Initiativen, entsprechenden Förderungen und einem guten Pflegeangebot. Der Seniorenbeirat und ehrenamtliche Initiativen sollen weiterhin eine Stimme haben.

Für Neubürger:innen ist der Neubürgerempfang eine gute Veranstaltung. Überdies sollten wir schauen, ob das Informationsmaterial noch zeitgemäß ist und alle Angebote unserer Stadt und unserer Vereine und Organisationen informativ bündeln. Auch digital sollten wir dazu etwas vorhalten.

Matthias Engicht:

Da hilft nur eins: Man muss diese Menschengruppen ansprechen, auf ihre Fragen hören und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Hinweis: Die Antworten wurden von den Kandidaten selbst verfasst und unverändert wiedergegeben.

Unser Veranstaltungstipp

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