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Majid Omeirat und MEIBOM: Warum Deutschlands jüngster Augenoptikermeister auf Haltern setzt

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Majid Omeirat wurde als Deutschlands jüngster Augenoptikermeister bekannt. In Haltern hat er mit MEIBOM einen Ort eröffnet, der zu ihm passt: ruhig, klar, persönlich. Im Gespräch erzählt er, warum sein Weg so früh begann, was ihn an der Augenoptik fasziniert und weshalb ausgerechnet Haltern für ihn der richtige Ort ist.

Wer Majid Omeirat in seinem Geschäft trifft, merkt schnell: Hier steht kein Gründer, der erst lange nach Worten sucht. Er spricht ruhig, aber sehr bestimmt. Über Augen, über Handwerk, über Haltern und darüber, warum eine Brille für ihn nie nur ein Gestell ist. Auf den ersten Blick wirkt MEIBOM hell, reduziert und aufgeräumt. Auf den zweiten Blick steckt hinter dem Namen eine ziemlich persönliche Geschichte.

Ein Name aus der Meisterschule

„Meibom leitet sich von der Meibomschen Drüse im Auge ab“, erzählt Majid Omeirat. „Das ist eine Drüse im Auge, die für einen stabilen Tränenfilm sorgt.“ Der Name blieb ihm nicht irgendwann im Marketingprozess hängen, sondern in der Meisterschule. „Ich saß in der Vorlesung, wir haben über den Meibom-Status gesprochen, und ich fand das so faszinierend, weil dieser Name auch meine Initialen beinhaltet.“

Seitdem habe der Name festgestanden. „Für mich war immer klar: Ich möchte mein Geschäft MEIBOM nennen.“ Für Omeirat steht der Begriff auch für das, was er selbst mit seinem Laden verbinden möchte: Beständigkeit, Stabilität und einen genauen Blick. Nicht möglichst viel auf einmal, sondern lieber weniger, dafür bewusst.

Nicht Masse, sondern Zeit

Wenn Majid Omeirat über Augenoptik spricht, kommt er schnell auf das Wort Zeit. „Keine Massenabfertigung, kein schnelles Dasein, sondern wirklich Arbeiten nach Termin“, sagt er. „Wir lassen uns Zeit für die Messungen. Zwei Stunden plus ist tatsächlich die Norm.“

Der Satz klingt im ersten Moment groß. Im Gespräch wird aber deutlich, was er meint. Es geht ihm nicht darum, Beratung künstlich lang zu machen. Es geht darum, nicht nur kurz eine Sehstärke zu bestimmen und dann zur Fassung zu wechseln. „Wir gehen wirklich auf den Kunden selbst ein, gehen auch auf das Medizinische ein. Natürlich spielt Ästhetik eine Rolle, aber in erster Linie ist eine Brille ein Medizinprodukt.“

Auch deshalb grenzt er sich deutlich von schnellen Standardlösungen ab. „Bei mir gibt es nichts von der Stange“, sagt er. „Es ist wirklich alles individuell für den Kunden, für seine Augen.“ In solchen Sätzen steckt viel von seinem Selbstverständnis: jung, aber nicht ungeduldig; freundlich, aber klar in der Haltung.

Der Weg begann mit 14

Dass Majid Omeirat heute schon als Meister in einem eigenen Geschäft steht, wirkt außergewöhnlich. Sein Weg dahin begann früh. „Ich hatte mit 15 meinen Realschulabschluss mit Qualifikation und habe mir gedacht: Ich möchte unbedingt in die Augenoptik“, erzählt er. Auslöser war ein Praktikum. „Mit 14 war das Praktikum, mit 15 dann die Ausbildung.“

Andere suchen in diesem Alter noch, was einmal passen könnte. Omeirat war da offenbar schon weiter. „Ich habe mit 18 als Jahrgangsbester abgeschlossen“, sagt er. Danach kam für ihn nicht die Frage, ob er erstmal Pause macht. „Ich habe mir gedacht: Warum soll ich jetzt aufhören? Ich möchte weitermachen.“ Also folgte die Meisterausbildung in Vollzeit in Dortmund.

Rückblickend klingt es bei ihm weniger nach Zufall als nach innerer Konsequenz. „Da war schon immer klar: Ich möchte selbstständig werden.“ Warum? Auch darauf antwortet er ohne Umweg: „Weil ich weiß, dass ich gute Werte zu vermitteln habe, was den Beruf angeht. Ich kann meinen Beruf voller Stolz sagen.“

Es ist einer dieser Sätze, bei denen man merkt, dass Omeirat nicht nur über ein Geschäft spricht. Er spricht über ein Handwerk, das er für sich früh gefunden hat. „Ich möchte das nicht für eine Kette verschwenden, wo das sowieso untergeht“, sagt er. „Ich möchte das wirklich zeigen und präsentieren: Hier bin ich, ich habe etwas zu bieten.“

Warum Haltern?

Geboren und aufgewachsen ist Majid Omeirat in Marl. Dass sein eigenes Geschäft nun in Haltern am See steht, hat für ihn viel mit dem Gefühl der Stadt zu tun. „Ich fand Haltern immer schon toll“, sagt er. „Das ist so ein kleines, süßes Dörflein.“ Er lacht kurz, dann wird es konkreter. „Haltern ist eine kleine, ruhige, süße Ecke. Hier kann man gut und glücklich werden.“

Für seine Idee von Augenoptik spielt genau das eine Rolle. Haltern sei für ihn nicht nur eine hübsche Adresse, sondern ein Ort, an dem sein Konzept verstanden werden könne. „Hier setzen die Kunden auf Qualität und Vertrauen“, sagt Omeirat. „Das war mir wichtig: dass das Kundenklientel dieses Konzept annimmt.“

In diesem Moment wird aus der Standortentscheidung mehr als eine Geschäftsfrage. Haltern passt zu dem, was Omeirat zeigen will: nicht laut, nicht überladen, nicht auf schnelle Effekte gebaut. Eher klar, persönlich und mit einem gewissen Anspruch.

Weniger ist mehr

Dieser Anspruch zeigt sich auch in der Einrichtung und in der Auswahl. Majid Omeirat mag es reduziert. „Ich liebe Minimalismus“, sagt er. Andere Optiker würden mit sehr vielen Fassungen werben. Omeirat fragt stattdessen: „Wofür braucht man 2000 Fassungen in einer Niederlassung?“

Seine Antwort ist schlicht: „Weniger ist mehr.“ Er habe dominante und verrücktere Brillen da, aber auch schlichte Modelle. Entscheidend sei nicht die Masse. Entscheidend sei, ob etwas wirklich passt. „Ich suche die Fassungen noch selbst persönlich aus“, erzählt er. „Ich prüfe vorher: Soll ich die in mein Geschäft nehmen oder nicht?“

Auch hier wird aus einer Produktentscheidung wieder eine Haltungsfrage. Es geht ihm um Ästhetik, aber ebenso um Robustheit. „Wird das Produkt lange halten, und wird der Kunde damit glücklich werden? Deswegen mache ich das alles selbst.“

Der junge Meister und sein Anspruch

Natürlich hängt an Majid Omeirat eine Überschrift, die Aufmerksamkeit erzeugt: Deutschlands jüngster Augenoptikermeister. Er weiß, dass viele Menschen ihn darüber bereits wahrgenommen haben. „Viele kennen mich tatsächlich von den ersten Artikeln, die in Haltern und in Marl rauskamen“, erzählt er. „Da stand oben ganz groß: Deutschlands jüngster Augenoptikermeister.“

Für die Geschichte ist dieser Punkt wichtig, aber nicht allein entscheidend. Spannender ist, was Omeirat aus diesem frühen Weg macht. Er will nicht jünger wirken, als er ist, und auch nicht älter. Er will ernst genommen werden für das, was er fachlich kann. Beim Thema Augenscreening spricht er über Tränenfilm, Pupillenspiel, Augeninnendruck und Schichtaufnahmen des vorderen Augenabschnitts. Wichtig bleibt dabei die Grenze: Es geht um Hinweise und Vorsorge, nicht um eine augenärztliche Diagnose.

„Alles, was vor dem Auge ist, sei es Brille oder Kontaktlinse, dafür ist der Augenoptikermeister zuständig“, sagt er. Der Satz zeigt gut, wo er sich sieht: nah am Menschen, fachlich genau, aber nicht anmaßend.

Über große Ketten spricht er kritisch, aber nicht pauschal abwertend. „Ketten haben ihre Daseinsberechtigung“, sagt Omeirat. „Sie sind günstig, sie sind schnell.“ Für Menschen, die genau das suchen, sei das in Ordnung. Für ihn selbst liege der Schwerpunkt woanders: „Für Menschen, die wirklich eine individuelle Beratung haben möchten, sind sie bei mir gut aufgehoben.“

Ankommen statt nur eröffnen

Am Ende geht es Majid Omeirat nicht nur darum, ein Geschäft eröffnet zu haben. Er möchte in Haltern ankommen. „Mein Ziel ist es natürlich, dass MEIBOM zu einem etablierten Geschäft hier im Kreis Recklinghausen wird, generell auch in Haltern“, sagt er.

Man merkt ihm an, dass er sich diesen Platz nicht nur kaufen, sondern erarbeiten will. Mit Zeit, mit Beratung, mit einem klaren Stil und mit einer Geschichte, die ungewöhnlich früh begonnen hat. „MEIBOM soll einfach zu einem Geschäft werden“, sagt er, „bei dem man, wenn man vorbeiläuft, weiß: Da werde ich gut beraten.“

Wer mehr über Majid Omeirat und MEIBOM erfahren möchte, findet den aktuellen PR-Artikel in der aktuellen Lokallust Haltern. Die Juni-Ausgabe liegt wie gewohnt in Haltern aus und ist auch über den Lokallust-Bereich auf Haltern-Online erreichbar.

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