Bei bestem Frühlingswetter verwandelte sich die Halterner Innenstadt am Samstagabend erneut in eine große Bühne: Die White Night 2026 lockte zahlreiche Musikfreunde nach Haltern am See und bot ein abwechslungsreiches Programm zwischen Jazz, Rock, Blues, Klezmer und Singer-Songwriter-Klängen.
Mit Music For The Kitchen auf dem See

Einen besonderen Auftakt erlebten die Besucher allerdings nicht in der Innenstadt, sondern auf dem Halterner Stausee. Erstmals wurden Musikfreunde mit Jazz- und Swingklängen über das Wasser geschippert. Bei Sonnenschein, milden Temperaturen und beinahe karibischem Flair entwickelte sich die Fahrt zu einer fast meditativen Erfahrung – gewissermaßen die Ruhe vor dem Sturm, bevor am Abend in der Stadt ausgelassen gefeiert wurde.
Auftakt auf dem Marktplatz

Ab 20 Uhr füllten sich dann die Straßen und Plätze der Innenstadt spürbar. Auf dem Marktplatz brachte ein Alleinunterhalter die wartenden Gäste schnell auf Betriebstemperatur und sorgte dafür, dass die White Night mit viel Stimmung in die Nacht startete. In den zahlreichen beteiligten Locations wurde anschließend gerockt, gejazzt und gefeiert.
Deutschlands Mundharmonika-Legende brachte den Blues ins Theater

Im Lea Drüppel Theater stand der Blues im Mittelpunkt. Dort begeisterte Chris Kramer das Publikum mit virtuosem Mundharmonikaspiel und leidenschaftlichem Blues-Sound. Kramer gilt längst als feste Größe der deutschen Bluesszene und ist unter anderem auch als Tourmusiker von Peter Maffay bekannt. Das Publikum dankte es ihm mit langanhaltendem Applaus.
Eine schweißtreibende Party bei Big Wheel


Traditionell deutlich lauter ging es im Fahrradgeschäft Big Wheel zu. Der Laden verwandelte sich erneut in einen schweißtreibenden Rockschuppen der guten alten Schule. Dort wurden die großen Hits vergangener Jahrzehnte zelebriert, wobei besonders der walisische Sänger eindrucksvoll zeigte, „wo der Hammer hängt“.
4U: Die Gäste standen bis auf der Straße um Max Buskohl zu sehen

Großen Andrang gab es auch im neu eröffneten 4U. Dort spielte Max Buskohl auf dem gemütlichen Außengelände und zog zahlreiche Besucher an. Viele Gäste standen bis auf die Straße, um noch einen Blick auf den Künstler zu erhaschen und den Songs zu lauschen.
Klezmer im Rathauskeller

Im Rathauskeller stand hingegen Klezmer-Musik im Fokus. Die traditionelle jüdische Musik begeisterte viele Zuhörer und sorgte dafür, dass es im Gewölbekeller zeitweise ausgesprochen eng wurde – sehr zur Freude der Besucher, die die besondere Atmosphäre sichtlich genossen.
Akustisch in der Sixtus-Kirche

Auch die St. Sixtus-Kirche war erneut Teil der White Night. Dort präsentierte Singer-Songwriter Martin Praetorius seine Songs in besonderem Ambiente. Zwischen den Liedern erzählte er immer wieder Geschichten aus seinem Leben als glücklicher Vagabund ohne festen Wohnsitz und schuf damit eine sehr persönliche Atmosphäre.
„Yeah, Yeah, Yeah!“ – eine Zeitreise zu den Beatles

Im Josefshaus ließ Pfarrer Michael Ostholthoff gemeinsam mit seiner Band die Musik der The Beatles wieder auferstehen. Mit authentischen Kostümen und viel Liebe zum Detail nahm die Gruppe das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die verschiedenen Schaffensphasen der legendären Band – von den frühen Jahren bis hin zu „Let It Be“.
Rock’n’Roll pur im Alten Gasthaus Döbber

Für ausgelassene Stimmung sorgte einmal mehr die Mary Lee Family Band im Alten Gasthaus Döbber. Die aus Brasilien stammende und heute in Berlin lebende Musikerin verband klassischen Bluegrass und Country mit einer gehörigen Portion Rock’n’Roll-Energie. Banjo, Geige, Kontrabass und mehrstimmiger Gesang entwickelten einen wilden und mitreißenden Sound zwischen amerikanischer Roots-Tradition und punkiger Spielfreude. Gegenüber wurde derweil in der Schänke ausgelassen zu Balkanrock gefeiert.

Das war die White Night: Spaß, Party und Kultur!
Am Ende der langen Musiknacht zeigte sich einmal mehr, warum die White Night seit Jahren so beliebt ist: Unterschiedlichste Musikrichtungen, außergewöhnliche Spielorte und eine entspannte Atmosphäre machten die Veranstaltung erneut zu einem großen Erfolg. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Rockbüro-Vorsitzender Reinhard Terwort, der sich über die große Resonanz und die friedliche Stimmung in der gesamten Innenstadt freute.















White Night 2026 in Haltern am See / Fotos: Frank Schürmann


