Mit vier winterlichen Porzellan-Häusern begann vor 15 Jahren die Passion von Tanja und Guido Hartmann: die Inszenierung einer traumhaften Weihnachts-Miniaturwelt mit mittlerweile knapp 150 Gebäuden, 600 Figuren und ungezählten LED-Lichtern.
Infokasten
- Adresse: Drosselweg 1 in Haltern am See
- Keine festen Öffnungszeiten!
- Von 17 bis 21 Uhr.
- Letzter Besuchstag: 6. Januar 2026
Eine traumhafte Ausstellung mitten in der Vogelbergsiedlung am Drosselweg 1 – aufgebaut in liebevoller Kleinarbeit, in einem ehemaligen Hühnerstall, der jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit große und kleine Menschen magisch anzieht. Wir haben das „Winter-Wunderland“ der Hartmanns besucht und staunten nicht schlecht.
Ein Geschenk an die Halterner

„Die Miniatur-Weihnachtswelt ist unser Geschenk an die Halterner – kein Eintritt, keine Spenden, kein Kommerz, alles in privater Initiative“, betont Guido Hartmann. Mit den Jahren haben „die Hartmanns“ auf ca. elf Quadratmeter Fläche eine bezaubernde und technisch raffinierte Miniaturwelt rund um Winter und Weihnachten geschaffen, die hier in Haltern am See seinesgleichen sucht.
„Vor Weihnachten ist nach Weihnachten“
„Vor Weihnachten ist nach Weihnachten“ – im Grunde ist das kreative Ehepaar das ganze Jahr damit beschäftigt, neue Ideen für ihre Wunderwelt zu konzipieren und mit Blick fürs Detail umzusetzen; im September und Oktober starten die zwei Halterner mit den Aufbauten; die heiße Phase passiert Anfang November pünktlich zum Einläuten der Adventszeit.
Kaufen oder selbst entwerfen
Guido Hartmann sucht und findet seine Weihnachts-Deko-Schätze u.a. bei Sammlern, die inserieren und es gibt Geschäfte in den Niederlanden, die auf Weihnachts-Miniatur-Deko spezialisiert sind. „Mittlerweile sind wir auch in Sammler-Communitys organisiert, wo auch Raritäten getauscht werden“, erzählt Guido Hartmann.
Soll es jedoch spezieller und vor allem individueller sein, werden Guido und Tanja zu Miniatur-Stadt- und Landschafts-Architekten: „Wir denken uns fiktive Geschichten, Themen sowie Alltagsszenerien mit Menschen aus, skizzieren diese am PC, oder als Vorlage dient eine Fotografie, und dann setzen wir sie mit einem 3D-Drucker um“, erklärt Tanja Hartmann.
Animation per Knopfdruck

Guido Hartmanns beruflicher Hintergrund – er ist gelernter Elektriker und Informatiker von Beruf – spielt ihm bei seinem aufwendigen Hobby in die Karten. Er schreibt in seiner Freizeit und an Wochenenden eigene Steuerprogramme, damit seine Themenwelten leuchten, rotieren und in die unzähligen Figuren in Bewegung sind. Ohne sein Know-how wäre dieses „Wunderwerk an Technik“ mit all seinen Raffinessen gar nicht möglich.
Einfach per Knopfdruck können die kleinen und großen Besucher die Themenwelten zum Leben erwecken und immer wieder Neues entdecken: u.a. drehende Karussells, aufsteigende Zeppeline, fahrende Seilbahnen, rotierende Popcorn-Maschinen, Kinderminiaturen, die übers Eis laufen, eine betriebsame Schokoladenfabrik und, und, und.
Für Opern-Fans und Fenster für „Minis“

Neuerdings bereichert eine außergewöhnliche Installation die Miniatur-Landschaft: „Die Nussknacker-Oper mit vier verschiedenen Szenerien ist mit ein Highlight der diesjährigen Ausstellung – und sie war eine Überraschung für meine Frau Tanja“, verrät Guido Hartmann.
Aber nicht nur an die Freunde der Hochkultur wurde gedacht, sondern auch an die „Minis“: Für Kinder unter 80 cm Körpergröße gibt es eine eigene bodennahe und interaktive Installation zu bewundern – also, liebe Erwachsene „ab in die Hocke“ und Kinderaugen leuchten sehen.
Haltern als Miniatur – mittendrin der „Stegemeister“

Hommage an die Heimatstadt: Haltern ist in der Winter-Weihnachts-Landschaft mit all seinen bekannten „Stadtmarken“ wie dem Siebenteufelsturm, dem „Lohmännchen“, dem ältesten Haus am Gänsemarkt, dem Stadtbrunnen und auch der „Haltern tut gut“-Eisfläche ebenso vertreten wie das „Alte Rathaus“ inklusive einer unverkennbaren Miniatur-Ausgabe unseres Bürgermeisters Andreas Stegemann.
Und man staunt nicht schlecht, wie authentisch die dargestellten Figuren wirken. „Die selbst entworfenen Figuren sind handbemalt – so wie unser ´Stegemeister´“, sagt Tanja Hartmann voller Stolz. „Zukünftig wollen wir mehr Haltern Prominenz in unser Miniatur-Stadtbild holen und weitere Wahrzeichen darstellen “, ergänzt Ehemann Guido.
„Herrnhuter“-Stern als Miniatur?
Ob Guido Hartmann es bis zur Eröffnung schaffen wird, den „Herrnhuter“ Stern, der aktuell das Halterner „Sternenzauber-Stadtbild“ schmückt und unseren Lokallust-Titel, als Miniatur in der Haltern-Kulisse zu verewigen? Wer es wissen will, besucht die Ausstellung ab Ende November.
„Heile Welt zu Weihnachten“

Nicht jeder hat ein so aufwendiges Hobby wie „die Hartmanns“. Ihre Mission: Sie wollen mit ihrer „Winter-Wunderlandschaft“, in die viele anekdotische und fröhliche Alltagssituationen eingebettet sind, eine kleine heile Welt schaffen, mit Zwischentönen und mit Humor, der mal laut oder leise sein darf. Und so wächst die Winterlandschaft Jahr für Jahr weiter, Haus um Haus, Figur um Figur. Denn eine Welt, in der so viel Liebe steckt, ist nie wirklich fertig.
Fröhliche Weihnacht überall.









