Von Freitag bis zum heutigen Sonntag präsentierte das THW Haltern am See eine Wanderausstellung zum 75-jährigen Jubiläum des Technischen Hilfswerk im Amaro-Haus Haltern.
„Wir freuen uns über die große Resonanz. Viele Kinder, Familien und auch ältere Menschen haben sich die Ausstellung hier im Amaro-Haus angeschaut. Schätzungsweise hatten wir rund 650 Besucher. Damit hätten wir nicht gerechnet“, so Ralf Köster vom THW Haltern am See.

Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Wanderausstellung, die in verschiedenen Städten gezeigt wird. Das THW Haltern holte die Ausstellung in die Seestadt. Neben den Helfern für den Auf- und Abbau waren während des gesamten Ausstellungswochenendes permanent rund sieben THW-Ehrenamtler vor Ort und kümmerten sich unter anderem um Technik, Besucherbetreuung und Verpflegung.

Die Entwicklung zu einer starken Einsatzorganisation
Das Technische Hilfswerk wurde am 22. August 1950 gegründet. An diesem Tag vereinbarten der damalige Bundesinnenminister Gustav Heinemann und Otto Lummitzsch den Beginn der Aufstellung eines zivilen Ordnungsdienstes. Den Ortsverband des THW Haltern gibt es seit über 60 Jahren.
Kurz nach der Gründung wurde die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) zügig aufgebaut: Was mit wenigen Ortsverbänden und einer Handvoll Ehrenamtlicher begann, entwickelte sich rasch zu einer starken Einsatzorganisation.

Hochwasser, Stürme, Cyberangriffe und andere Katastrophen
Vom ersten Auslandseinsatz 1953 in den Niederlanden bis zu den jüngsten großen Einsätzen bei den Flutkatastrophen im Ahrtal, in Niedersachsen und in der Slowakei: Seit 75 Jahren ist das THW als Zivil- und Katastrophenschutzorganisation im Einsatz – in Deutschland und auch weltweit. Die Stärke des THW liegt im Engagement der Ehrenamtlichen. Zahlreiche Aktive sichern, pumpen, beraten, schützen, retten, bergen, transportieren, bewerten und helfen – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

Interaktiv und multimedial
In der interaktiven Ausstellung konnten an verschiedenen Stationen die vielfältigen Fähigkeiten des Technischen Hilfswerks, seine ereignisreiche Geschichte sowie der unermüdliche Einsatz seiner ehrenamtlichen Einsatzkräfte miterlebt werden.

Hautnah im Geschehen
Über Touchscreens konnten Besucher eine Zeitreise durch die THW-Einsätze der vergangenen 75 Jahre unternehmen oder ihr Wissen bei einem interaktiven Quiz testen. Ein weiteres Highlight der Ausstellung im Amaro-Haus war ein interaktives Einsatztraining. Mithilfe einer 3D-Brille wurden die Besucher mitten in ein Einsatzgeschehen versetzt: Ein Lkw war an einer Hauswand umgekippt und zudem brannte es in dem Gebäude. Es gab eingeklemmte und verletzte Personen. Mithilfe von zwei Joysticks konnten sich die Besucher im 3D-Raum bewegen und waren so hautnah am Einsatzgeschehen beteiligt. Der Besucher wurde hierbei von einem Betreuer des THW unterstützt, der via Headset Tipps und Hilfestellungen an den „Spieler“ übermittelte.


Wanderausstellung zieht weiter
Noch am heutigen Abend beginnt der Abbau der Ausstellung, die anschließend in eine weitere Stadt in Nordrhein-Westfalen weiterzieht.
