Sternengucker gehen meist einem stillen Hobby nach. Allein in der Natur und ohne Publikum erkunden sie Planeten, Galaxien und das Unbekannte in den Tiefen des Weltalls.
Auch in Haltern am See gibt es einige Astronomen, die sich regelmäßig auf eine intergalaktische Reise in die Vergangenheit und zu den Geheimnissen des Nachthimmels begeben.
An der Varusstraße besuchte ich den Hobbyastronomen Georg Röer. In seinem Wohnzimmer stand ein beeindruckendes Teleskop auf einem Metallstativ. Auf dem Tisch lagen Astrofotografien, die erahnen ließen, wie tief und detailreich Georg in das Weltall blicken kann.

Wie ein Astronaut durch den Nachthimmel
Nachdem wir uns begrüßt hatten, verschwand Georg kurz. „Moment, ich hole noch etwas!“, sagte er. Sekunden später sah ich, wie er ein fast mannshohes Spiegelteleskop vor sich herschob. „Mit diesem Teleskop erkunde ich aus meinem Garten das Weltall – quasi live. Wie eine direkte Reise durch das All. Das kleinere Teleskop im Wohnzimmer nutze ich hingegen hauptsächlich für die Astrofotografie“, erklärt der Halterner Hobbyastronom.
Georg nennt das Betrachten des Himmels mit dem großen Spiegelteleskop „visuelles Schauen mit dem Auge“. Gemeint ist das direkte Beobachten des Himmels ohne Kamera und Elektronik. Stundenlang beamt sich Georg so in den Nachthimmel – fast wie ein Astronaut, irgendwo zwischen Mond, Satelliten und Sternbildern. Georgs kleineres Teleskop ist für die Astrofotografie bestimmt; einem Bereich, dem der Halterner Sternengucker auch viel Zeit widmet.
Teleskope und Sternwarten in der Seestadt
In Haltern gibt es nur wenige Hobbyastronomen – vielleicht sieben bis acht Personen, die das Hobby ernsthaft betreiben. Begeistert erzählt Georg von zwei semiprofessionellen Hobby-Sternwarten, die sich in Haltern-Mitte und in Sythen befinden. „Das sind Hobbyastronomen, die noch deutlich professioneller ausgestattet sind“, schwärmt Georg über seine Kollegen.
Mehr zu dem Thema ist in der neuen Lokallust Haltern am See zu finden!


