Am Donnerstag, 12. März, um 11 Uhr werden in ganz Nordrhein-Westfalen Sirenen und Smartphone-Warnsysteme getestet.
Ziel ist es, die technischen Warnsysteme zu überprüfen und die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut zu machen. Um die Funktionalität der Sirenen in Haltern am See zu überprüfen, können Bürgerinnen und Bürger Rückmeldungen über das Beteiligungsportal geben.
Die Aktivierung für den Kreis Recklinghausen erfolgt durch die Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Warnmeldungen auf Smartphones werden hingegen zentral vom Land gesteuert.
Rückmeldungen über Beteiligungsportal erwünscht
Um die Funktionsfähigkeit der Sirenen besser beurteilen zu können, bittet der Kreis Recklinghausen die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung. Über das Beteiligungsportal des Kreises können sie nach dem Warntag angeben, ob und wie gut sie die Sirenen an ihrem Standort gehört haben. Zudem besteht die Möglichkeit, den wahrgenommenen Ton zu bewerten und zusätzliche Hinweise zur Lautstärke oder Verständlichkeit zu geben. Die Rückmeldungen helfen dabei, mögliche Lücken im Sirenennetz zu erkennen und den Bevölkerungsschutz weiter zu verbessern.
Das Beteiligungsportal ist erreichbar unter https://beteiligung.nrw.de/portal/halternamsee/.
Alle Sirenenstandorte im Kreis Recklinghausen sind im Regioplaner auf einer Karte dargestellt: www.regioplaner.de/service/bevoelkerungsschutz/sirenenstandorte
Warnungen auch direkt aufs Smartphone
Neben den Sirenen werden auch verschiedene digitale Warnsysteme getestet. Dazu gehört insbesondere Cell Broadcast. Über diesen Dienst erhalten Menschen eine Warnmeldung direkt auf ihr Smartphone – vorausgesetzt, das Gerät ist zu diesem Zeitpunkt im Mobilfunknetz in Nordrhein-Westfalen eingebucht und technisch für den Empfang geeignet. Seit November ist über diesen Kanal auch eine Entwarnung möglich. Weitere Informationen dazu stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de bereit.
Zusätzlich wird eine Testwarnung über die Warn-App NINA verschickt. Die App bietet im Ereignisfall ergänzende Informationen, Verhaltensempfehlungen sowie gegebenenfalls Links und Telefonnummern für Rückfragen. „Es ist also auf jeden Fall sinnvoll, NINA als ergänzende Informationsquelle auf dem Smartphone zu installieren“, sagt Sven Wehrhagen, Leiter der Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst.
Diese Sirenensignale sind zu hören
Am Warntag werden die Sirenen um 11 Uhr im Abstand von jeweils fünf Minuten folgende Signale abgeben:
1. Entwarnung – ein gleichbleibender, ununterbrochener Heulton
2. Warnung – ein auf- und abschwellender, ununterbrochener Heulton
3. Entwarnung – ein gleichbleibender, ununterbrochener Heulton
Das Signal „Warnung“ bedeutet im Ernstfall: Gefahr. Dann sollten Bürgerinnen und Bürger geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen schließen, Lüftungsanlagen ausschalten sowie Radio oder andere Informationsquellen einschalten und auf Durchsagen achten. Auch Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr oder Polizei sind möglich. Die Notrufnummern 110 und 112 sollten nur bei tatsächlichen Notfällen gewählt werden.
Da es sich am 12. März ausschließlich um einen Probealarm handelt, sind diese Vorsichtsmaßnahmen an diesem Tag nicht erforderlich.
Selbstvorsorge im Krisenfall
Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen „Selbstschutz-Guide“ veröffentlicht. Die Broschüre enthält praktische Hinweise zur Vorsorge und erklärt verständlich, was verschiedene Sirenensignale bedeuten und, wie man sich im Krisenfall informiert. Außerdem werden typische Szenarien wie Stromausfall, Feuer, Sturm, Hochwasser oder Hitze erläutert und konkrete Handlungsempfehlungen gegeben.
Die digitale Version ist auf der Internetseite des Kreises Recklinghausen abrufbar:
www.kreis-re.de/selbstschutzguide

