Albert Gerding aus Haltern-Lavesum hat als erster Halterner den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Ministerpräsident Hendrik Wüst zeichnete den 73-Jährigen für sein jahrzehntelanges Engagement bei DJK BW Lavesum aus.
Die Verleihung fand anlässlich des 80. Landesgeburtstags in der Staatskanzlei in Düsseldorf statt. Insgesamt erhielten 16 besonders engagierte Persönlichkeiten den Landesverdienstorden, darunter auch Schauspielerin Veronica Ferres und der frühere Vizekanzler Franz Müntefering.
Mehr als 50 Jahre bei DJK BW Lavesum
Gerding gehört dem Sportverein seit mehr als 50 Jahren an. Von 2004 bis 2026 prägte er als Vorsitzender die Entwicklung des Vereins, trieb den Ausbau der Anlagen voran und ermöglichte die Sanierung der Sportplätze.
Hendrik Wüst sagte in seiner Laudatio: „Manche Menschen prägen einen Verein für eine gewisse Zeit in ihrem Leben. Albert Gerding hat seinen Verein über Jahrzehnte geprägt – und ist längst selbst ein kleines bisschen Vereinsgeschichte geworden.“
Der Ministerpräsident würdigte auch Gerdings praktischen Einsatz: „Er hat den Um- und Ausbau der Vereinsgebäude angestoßen, hat die Sanierung der Sportplätze vorangetrieben und sich um die notwendigen finanziellen Mittel gekümmert. Und wenn auf der Baustelle helfende Hände gebraucht wurden, hat er selbst mit angepackt. So ist über die Jahre mehr entstanden als ein gut ausgestatteter Sportverein. Es ist ein Ort entstanden, an dem Menschen zusammenkommen.“

Glückwünsche aus Haltern und dem Kreis
Zur Verleihung reisten Landrat Bodo Klimpel, der parlamentarische Staatssekretär Josef Hovenjürgen, der örtliche Bundestagsabgeordnete Lars Ehm und Bürgermeister Andreas Stegemann nach Düsseldorf.
Stegemann gratulierte Gerding persönlich: „Albert Gerding und seine Ehefrau Annette haben gemeinsam als Team in Lavesum viel bewirkt. Diese Auszeichnung ist absolut verdient. Es war mir eine große Ehre, dabei zu sein.“
Eine der höchsten Auszeichnungen des Landes
Der Verdienstorden wurde 1986 zum 40. Geburtstag Nordrhein-Westfalens gestiftet. Das Land verleiht ihn als Anerkennung für außerordentliche Verdienste um die Allgemeinheit.
Wüst betonte bei der Ordensverleihung die Bedeutung des Ehrenamts.
„Durch 80 Jahre Landesgeschichte zieht sich eines wie ein roter Faden: Nordrhein-Westfalen lebt vom Miteinander und der Solidarität der Menschen. Gerade diejenigen, die sich teils jahrzehntelang füreinander einsetzen, machen die Herzlichkeit und Stärke unseres Landes aus.“
„Das verkörpern auch die neuen Trägerinnen und Träger des Landesverdienstordens mit ihrem vielfältigen Engagement. Damit stärken sie Tag für Tag unsere Gesellschaft und Demokratie in einer polarisierten Zeit. Dafür gebührt ihnen unser tief empfundener Respekt und Dank.“

