Die Stadt verzeichnet weiterhin eine positive Entwicklung bei der Sicherheitslage – das erfuhren die Anwesenden bei der vergangenen Ratssitzung bei der Präsentation zum Kriminalitätsbericht vom Polizeipräsidium Recklinghausen.
Durch die getroffenen Beschlüsse in der Sitzung wird künftig der Wohnungsbau in Haltern am See mit dem „Bauturbo“ beschleunigt, der Offene Ganztag finanziell gestärkt und es werden Planungen für ein modernes Fahrradparkhaus am Bahnhof vorangebracht.
Sicherheit im Fokus: Haltern am See bleibt Spitzenreiter im Kreis
Polizeiinspektionsleiter Daniel Sühling vom Polizeipräsidium Recklinghausen war im Rat zu Gast, um die aktuellen Zahlen aus dem kürzlich erschienen Kriminalitätsbericht vorzustellen. Er blickt mit großer Zufriedenheit auf die Zahlen, denn die Seestadt verzeichnet erneut die geringste Gesamtkriminalität in der Region. Ein besonderes Ausrufezeichen setzt dabei die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen: Hier berichtet Sühling von einem massiven Rückgang der Fallzahlen um über 52 %. Auch im Bereich der Gewaltkriminalität zieht die Polizei eine positive Bilanz. Während die Zahl der Raubdelikte insgesamt gesunken ist, konnte die Aufklärungsquote in diesem Bereich gleichzeitig gesteigert werden. Ein versuchtes Tötungsdelikt im Berichtszeitraum konnte von den Ermittlungsbehörden sogar vollständig aufgeklärt werden. Einen leichten Anstieg gab es im Bereich der Körperverletzungen und bei der Straßenkriminalität. Unfallschwerpunkte konnten in Haltern am See nicht ausgemacht werden.
Modernes Parken am Bahnhof: Grundsatzbeschluss für neues Fahrradparkhaus
Ein wichtiger Meilenstein für den Radverkehr in Haltern am See: Der Rat hat einstimmig den Grundsatzbeschluss für ein neues Fahrradparkhaus am Bahnhof gefasst. Die veraltete Radstation soll einem modernen Neubau weichen, der Platz für rund 1.000 Fahrräder bietet. Das Konzept setzt auf maximale Nutzungsfreundlichkeit: Das Parken soll größtenteils kostenfrei, barrierefrei und rund um die Uhr möglich sein. Neben einer hellen, sicheren Gestaltung sind moderne E-Bike-Ladestationen geplant, wobei die kurzen Wege zu den Bahnsteigen erhalten bleiben. Sobald die beantragten EFRE-Fördergelder gesichert sind, treibt die Verwaltung die Detailplanungen voran.
„Bauturbo“: Schnellere Wege zu neuem Wohnraum
Haltern am See nutzt ab sofort den gesetzlichen „Bauturbo“, um die Schaffung von neuem Wohnraum zu beschleunigen, das hat der Rat einstimmig beschlossen. Wie im Ausschuss für Stadtentwicklung (StEA) bereits ausführlich besprochen, gelten hierfür klare Kriterien: Bauvorhaben müssen vorab mit der Verwaltung abgestimmt sein, außerhalb von Gewerbegebieten liegen und ökologische Freiräume wahren. Die Zuständigkeiten sind effizient verteilt: Während der StEA über Projekte mit mehr als drei Wohneinheiten oder innerhalb von Bebauungsplänen entscheidet, liegt die Zuständigkeit bei kleineren Vorhaben (bis zu drei Einheiten) beim Bürgermeister.
Einstimmiger Beschluss zur Stärkung des Offenen Ganztages
Was bereits im Schul-, Sport- und Kulturausschuss und im Haupt- und Finanzausschuss vorberaten wurde, ist nun offiziell beschlossen: Das zuständige Gremium hat sich einstimmig für eine deutliche Erhöhung der städtischen Zuschüsse für den Offenen Ganztag (OGS) ausgesprochen. Damit reagiert die Stadt Haltern am See auf die gestiegenen Personalkosten durch die letzten Tarifabschlüsse, die von den bisherigen Landeszuschüssen nicht gedeckt werden.
Detaillierte Informationen zu den getroffenen Beschlüssen gibt es auf der Homepage der Stadt unter www.haltern.de/sitzungsupdate oder im Ratsinformationssystem der Stadt.
Interessenten für das ehemalige Seestern-Grundstück
Baudezernent Siegfried Schweigmann hatte im Rat positiv zu vermelden, dass es zwei Interessenten für das ehemalige Seestern-Grundstück gibt. Hierbei handelt es sich um die BioNaturResort GmbH sowie eine Tochter der bereits in Haltern am See ansässigen IGBCE. Im nächsten Stadtentwicklungsausschuss solle es voraussichtlich erste Informationen und gegebenenfalls auch Vorstellungen zu dem Thema geben.

