Bestes Sommerwetter, spannende Vorführungen und jede Menge Technik zum Anfassen: Die erste Blaulicht-Meile im Kardinal-von-Galen-Park lockte am Samstag zahlreiche Besucher an. Verschiedene Hilfs- und Rettungsorganisationen nutzten die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen und einen Blick hinter die Kulissen ihrer oft anspruchsvollen Einsätze zu ermöglichen.

Mit dabei waren unter anderem die DLRG, das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser, das Technische Hilfswerk und die Ökumenische Notfallseelsorge Emscher-Lippe. An den Ständen und rund um die zahlreichen Einsatzfahrzeuge gab es für die Besucher viel zu entdecken.
Hightech-Drohne und schwere Technik


Besonders moderne Technik hatte die DLRG im Gepäck. Eindrucksvoll präsentierte sie eine Hightech-Drohne zur Fernerkundung. Deren leistungsstarker Zoom ermöglicht es, selbst feinste Details aus großer Entfernung sichtbar zu machen. Zusätzlich verfügt die Drohne über eine Infrarotkamera und kann damit auch bei schwierigen Sichtverhältnissen bei Such- und Rettungseinsätzen wertvolle Dienste leisten. Daneben zeigte die DLRG ein Rettungsboot sowie verschiedene Einsatzfahrzeuge.

THW baute Gerüstturm


Auch das THW sorgte für weithin sichtbare Aufmerksamkeit. Die Helfer hatten einen hohen Gerüstturm aufgebaut, an dem demonstriert werden konnte, wie verletzte Personen sicher aus großer Höhe abgelassen werden. Ergänzt wurde die Präsentation durch verschiedene Einsatzfahrzeuge und schwere Technik. Vor allem ein großer Bagger entwickelte sich schnell zum Magneten für die jüngsten Besucher.
Wiederbelebung selbst ausprobieren

Praktisch wurde es auch am Stand des Deutschen Roten Kreuzes. Gemeinsam mit den Maltesern konnten Besucher an Übungspuppen die richtige Wiederbelebung trainieren. Unter fachlicher Begleitung einer Rettungsärztin wurde gezeigt, worauf es bei einer Herzdruckmassage ankommt und wie wichtig schnelles Handeln im Ernstfall ist.
Feuerwehr zerlegt Unfallfahrzeug


Für einen der spektakulärsten Programmpunkte sorgte die Freiwillige Feuerwehr Haltern am See. In einer aufwendigen Übung demonstrierte sie die Rettung eines Menschen aus einem verunfallten Fahrzeug.
Mit Martinshorn rückten die Einsatzkräfte an und zeigten anschließend Schritt für Schritt, wie mit hydraulischen Rettungsgeräten ein Fahrzeug geöffnet und teilweise auseinandergeschnitten wird, um eine eingeklemmte Person möglichst schonend bergen zu können. Zahlreiche Besucher verfolgten die eindrucksvolle Vorführung aus nächster Nähe.
Hilfe, wenn die Rettungskräfte wieder abrücken

Am Ende der Rettungskette stehen häufig jene, deren Arbeit weniger laut und spektakulär ist, aber nicht weniger wichtig: Die Ökumenischen Notfallseelsorger Emscher-Lippe stellten ihre Arbeit ebenfalls vor. Sie unterstützen Betroffene, Angehörige und Augenzeugen in besonders belastenden Situationen – etwa nach schweren Unfällen, plötzlichen Todesfällen oder anderen traumatischen Ereignissen.
Die erste Halterner Blaulicht-Meile zeigte damit eindrucksvoll, wie vielfältig die Aufgaben der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen sind.







Fotos: Frank Schürmann

