StartNachrichtenPolitikAfD fordert Denkmalschutz-Prüfung für Hexenhäuschen am Gantepoth

AfD fordert Denkmalschutz-Prüfung für Hexenhäuschen am Gantepoth

Die AfD-Ratsfraktion Haltern am See fordert eine Prüfung des Denkmalschutzes für das sogenannte Hexenhäuschen am Gantepoth.

Die Fraktion hat nach eigenen Angaben die Untere Denkmalbehörde der Stadt Haltern am See sowie den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) angeschrieben. Ziel sei eine unverzügliche Prüfung der Denkmalwürdigkeit des historischen Gebäudes.

Die Mitteilung ist von Frank Müller, Fraktionsvorsitzender der AfD-Ratsfraktion Haltern am See, unterzeichnet.

Hexenhäuschen am Gantepoth soll geprüft werden

Nach Angaben der AfD-Ratsfraktion stammt das Ackerbürgerhaus aus dem Jahr 1613 und zählt damit zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden im Stadtgebiet. Die Fraktion verweist auf mögliche Abrisspläne und fordert deshalb eine erneute fachliche Bewertung.

Auf Nachfrage der Redaktion erklärte der Bürgermeister Andreas Stegemann: „Ein Antrag des Eigentümers auf Abriss des Gebäudes liegt der Stadt Haltern am See aktuell nicht vor.“

Die Forderung der Fraktion bezieht sich damit zunächst auf eine Prüfung, bevor am Gebäude Fakten geschaffen werden könnten.

„Wenn ein Gebäude über 400 Jahre Stadtgeschichte überstanden hat, sollte vor einem Abriss zumindest sorgfältig geprüft werden, ob sein Erhalt nicht im öffentlichen Interesse liegt“, erklärt die AfD-Ratsfraktion.

Fraktion fordert Prüfung vor möglichem Abriss

In ihren Schreiben an die zuständigen Stellen bittet die Fraktion darum, die historische Bedeutung des Gebäudes erneut zu bewerten. Außerdem solle geprüft werden, ob bis zum Abschluss einer Untersuchung Maßnahmen möglich sind, um einen vorschnellen Abriss zu verhindern.

Die AfD-Fraktion betont, dass es nicht um die Verhinderung jeglicher Entwicklung gehe. Vielmehr müsse bei einem Bauwerk aus dem Jahr 1613 sichergestellt werden, dass sämtliche Möglichkeiten des Denkmalschutzes und der historischen Bewertung ausgeschöpft wurden, bevor unwiederbringliche Tatsachen geschaffen werden.

„Historische Gebäude sind Teil unserer Identität und unserer Stadtgeschichte. Was einmal abgerissen ist, kann nicht wieder aufgebaut werden. Gerade deshalb darf bei einem der ältesten Gebäude Halterns nichts überstürzt werden.“

Die Fraktion kündigt an, die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten zu wollen, und erwartet eine zeitnahe Stellungnahme der zuständigen Behörden.

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