StartNachrichtenKreis RecklinghausenImmer wieder schwere Unfälle mit E-Scootern

Immer wieder schwere Unfälle mit E-Scootern

Unfallkommission des Kreises Recklinghausen informiert über Regeln für Scooterfahrer

E-Scooter gehören längst zum Straßenbild. Doch die Zahl der Unfälle mit den Elektrofahrzeugen steigt. Die Unfallkommission des Kreises Recklinghausen informiert daher über die wichtigsten Regeln für die Nutzung im Straßenverkehr.

Mehr Unfälle im Kreis Recklinghausen

Im Jahr 2021 wurden 72 Unfälle mit E-Scootern registriert. 2024 waren es bereits 123. Laut Andrea Hake vom Fachdienst Straßenverkehr beim Kreis Recklinghausen sei von einer höheren Dunkelziffer auszugehen. Sie betont, dass auch E-Scooter-Fahrer Regeln beachten müssen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Versicherung und Betriebserlaubnis

Grundlage ist die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Demnach benötigen E-Scooter eine Versicherung, die durch eine Plakette erkennbar ist. Auch eine Betriebserlaubnis ist vorgeschrieben. Das Mindestalter für die Nutzung im Straßenverkehr beträgt 14 Jahre.

Nutzung nur allein und hintereinander

Polizeihauptkommissar Martin Heitkamp von der Recklinghäuser Polizei weist darauf hin, dass nur eine Person pro E-Scooter erlaubt ist. Fahren mehrere Roller gemeinsam, müssen sie hintereinanderfahren.

Wo E-Scooter fahren dürfen

Für E-Scooter gelten weitgehend die gleichen Regeln wie für Fahrräder.

  • Innerhalb von Ortschaften: Radwege, gemeinsame Geh- und Radwege, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen.
  • Wenn keine dieser Möglichkeiten vorhanden ist: die Fahrbahn.
  • Auf Gehwegen und in Fußgängerzonen: nicht erlaubt.

Am Zebrastreifen müssen E-Scooter wie Fahrräder geschoben werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf der Seitenstreifen genutzt werden, wenn keiner vorhanden ist die Fahrbahn. An Ampeln gilt das Signal für Radfahrer oder, falls nicht vorhanden, das Signal für den fließenden Verkehr.

Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger

E-Scooter-Fahrer müssen auf Radfahrer Rücksicht nehmen und ihre Geschwindigkeit anpassen. Fußgänger haben auf gemeinsamen Geh- und Radwegen Vorrang. Auch hier ist eine Anpassung der Geschwindigkeit notwendig, um Gefährdungen zu vermeiden.

Alkohol und Drogen am Steuer

Die Regeln für Alkohol und Drogen sind identisch mit denen für Autofahrer. Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt ein striktes Alkoholverbot. Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fährt, riskiert Bußgelder und weitere Sanktionen.

Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung

Wer auf Gehwegen fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Auch das Handy am Steuer wird geahndet. Neben einer Geldstrafe droht ein Punkt in Flensburg.

Kleine Räder bedeuten höhere Unfallgefahr

Die kleinen Räder der E-Scooter erhöhen das Risiko bei Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster oder Bordsteinkanten, besonders bei Nässe. Heitkamp rät zu auffälliger Kleidung, um besser gesehen zu werden.

Appell an die Fahrer

Andrea Hake unterstreicht, dass sich Nutzer mit den Regeln vertraut machen sollten. Letztlich gehe es um die eigene Sicherheit.

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