Die Westmünsterland-Konjunktur hat sich im Herbst 2026 erholt. Das Konjunkturbarometer liegt nach Angaben der Sparkasse Westmünsterland bei 113 Punkten. Im Frühjahr hatte der Gradmesser noch einen Wert von 96 erreicht.
„Die Einschätzung der Unternehmen im Westmünsterland fällt günstiger aus als im Umland“, sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Hypki. An der zugrunde liegenden IHK-Umfrage haben sich rund 70 Unternehmen beteiligt.
Westmünsterland-Konjunktur: Weniger negative Stimmen
Die Betriebe beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Frühjahr. Der Anteil negativer Einschätzungen ging von 24 auf 18 Prozent zurück. Fast jeder dritte Betrieb berichtet von guten Geschäften, etwa jeder zweite bewertet seine Lage als befriedigend.
Für die kommenden Monate erwarten rund zwei Drittel eine gleichbleibende Entwicklung. Etwa jedes vierte Unternehmen rechnet mit einer weiteren Belebung. Elf Prozent blicken pessimistisch auf die nächste Zeit.

Energiepreise und Arbeitskosten bleiben Risiken
Trotz der besseren Stimmung bleiben die Belastungen hoch. In der Umfrage nennen die Unternehmen vor allem diese Konjunkturrisiken:
- Energie- und Rohstoffpreise: 68 Prozent, nach 63 Prozent im Frühjahr.
- Arbeitskosten: 63 Prozent, unverändert gegenüber dem Frühjahr.
- Nachfrageschwäche im Inland: 62 Prozent, ebenfalls unverändert.
Investitionsbereitschaft bleibt gebremst
Hohe Standortkosten und wirtschaftspolitische Unsicherheiten bremsen die Investitionen. 14 Prozent der Unternehmen wollen ihr Budget aufstocken, 23 Prozent planen eine Kürzung. Die Investitionspläne sind damit der einzige untersuchte Indikator, dessen Saldo im negativen Bereich liegt.
Auch vom Auslandsgeschäft gehen kaum Impulse aus. Geopolitische Spannungen und Handelshemmnisse belasten den Export. Drei von vier Exporteuren erwarten eine weiterhin stagnierende Entwicklung.
Betriebe halten an Beschäftigung fest
Die Beschäftigungssituation bleibt laut Auswertung trotz der mehrjährigen wirtschaftlichen Schwäche vergleichsweise robust. Knapp neun Prozent der Unternehmen müssen Personal freistellen. 21 Prozent planen, ihre Belegschaft zu erweitern.



