StartNachrichtenAktuellesPförtner-Gebäude auf ehemaligem WASAG-Gelände wird saniert

Pförtner-Gebäude auf ehemaligem WASAG-Gelände wird saniert

Startschuss für die Zukunft eines historischen Ortes

Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Pförtnergebäudes auf dem ehemaligen WASAG-Gelände in Haltern am See beginnt die Transformation eines lange Zeit abgeschotteten Areals.

Wo früher Sprengstoffe hergestellt wurden, soll nach Planungen des Kreises Recklinghausen in den nächsten Jahren ein zukunftsfähiges Quartier entstehen. Das Pförtnerhaus wird auch nach der Umgestaltung und Sanierung des Geländes Arbeitskräfte und Besucher willkommen heißen.

Die vorbereitenden Arbeiten beginnen am 29. April, die Sanierung startet am 11. Mai

„Das ehemalige WASAG-Gelände ist eine besondere Stelle in Haltern am See. Es ist ein Ort mit großer Historie und gleichzeitig ein Ort, den die meisten Halterner nie zu Gesicht bekommen haben. Ich freue mich, dass mit der Sanierung des Pförtnergebäudes nun der erste, sichtbare Schritt gemacht ist auf dem Weg, das Gelände endlich zu einem natürlichen Teil der Stadt und damit auch des Kreises Recklinghausen zu entwickeln“, sagt Landrat Bodo Klimpel. „Wir investieren bewusst in unsere Geschichte. Und wir machen sie nutzbar für morgen.“

Pförtnergebäude aus dem Jahr 1916

Architektonisch von neoklassizistischen Elementen geprägt ist das Pförtnergebäude aus dem Jahr 1916. Es war und ist bislang das einzige Gebäude des Areals, das zum öffentlichen Raum ausgerichtet ist. Früher diente es zur Zugangskontrolle und stand sinnbildlich für die Abschottung des Geländes von seiner Umgebung.

Architekt Martin Hebken (3. v. r.) erläutert Landrat Bodo Klimpel (l.), Bürgermeister Andreas Stegemann (r.), Kreisdirektor Dominik Schad (3. v. l.) und Gerrit Tranel (2. v. .r.), Fachbereichsleiter für Planung beim Kreis Recklinghausen, die Pläne für die Sanierung des Gebäudes.
Architekt Martin Hebken (3. v. r.) erläutert Landrat Bodo Klimpel (l.), Bürgermeister Andreas Stegemann (r.), Kreisdirektor Dominik Schad (3. v. l.) und Gerrit Tranel (2. v. .r.), Fachbereichsleiter für Planung beim Kreis Recklinghausen, die Pläne für die Sanierung des Gebäudes. Foto: Öffentlichkeitsarbeit Kreis Recklinghausen

Denkmalgerechter und nachhaltiger Umbau

Historisches Gebäude mit modernem Innerem Mit der nun geplanten Sanierung verfolgt der Kreis Recklinghausen klare Ziele für das historische Gebäude. Zunächst soll es denkmalgerecht und nachhaltig ertüchtigt werden. Dabei gilt es, die historische Identität zu erhalten, das Gebäude aber gleichzeitig für eine moderne Nutzung auszurüsten. Dabei werden Themen wie energetische Effizienz und Barrierefreiheit berücksichtigt.

Multifunktionaler Ausstellungsbereich geplant

Künftig wird die historische Pförtnerloge als zentraler Anlaufpunkt und Empfangsort für das neue Quartier dienen. Geplant ist ein multifunktionaler Ausstellungsbereich, der als Dokumentationszentrum für die Standort- und Lokalgeschichte fungiert – unter Einbindung lokaler Akteure wie dem Heimatverein Sythen. Darüber hinaus entstehen Räume für Veranstaltungen, Besuchergruppen sowie Büro- und Projektnutzungen für die Kreisverwaltung und externe Partner.

Diese Arbeiten sind geplant

Die Sanierung selbst ist umfangreich. Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Beseitigung von Schadstoffen, die Stabilisierung der Gebäudestruktur durch Unterfangung der Außenwände sowie die Herstellung einer neuen Bodenplatte. Feuchteschäden im Keller werden beseitigt und eine Innenabdichtung vorgenommen. Dach und Dachentwässerung werden vollständig erneuert, ebenso Fenster, Türen, Innenputze, Böden und Treppenanlagen. Auch die gesamte Elektro- und Sanitärtechnik wird modernisiert, ergänzt durch die Installation einer Wärmepumpe. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sicherung und Integration historischer Elemente wie Zementfliesen, Holztüren, Fenster und Fassadendetails.

Arbeiten dauern 10 Monate

Die Sanierung soll etwa zehn Monate dauern. Daran beteiligt sind 22 Baugewerke, darunter einige Unternehmen aus der Region. Die Kosten belaufen sind auf etwa 2 Mio. Euro, von denen ca. 200.000 Euro im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert werden.

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