Der neue Schulhof der Grundschule Lavesum ist nach rund vier Jahren Bauzeit nahezu fertig. Die Stadt Haltern am See hat rund 1,4 Millionen Euro in die Neugestaltung investiert. Neue Spielflächen und ein barrierefreier Zugang sind entstanden; die Rasenfläche braucht noch Zeit.
Bei der Gestaltung standen nach Angaben der Stadt die Kinder und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt. Die Arbeiten liefen während des Schulbetriebs in vier Bauphasen. Dadurch blieben Teile des Geländes zum Spielen nutzbar, wenn auch mit begrenztem Platz.
Warum der Umbau an der Grundschule Lavesum so lange dauerte
Unter dem Schulhof war mehr zu tun, als später zu sehen ist. Rund 1.200 Kubikmeter Boden wurden bewegt. Kanalrohre und Entwässerungsleitungen wurden erneuert; am neuen Mensagebäude kam ein weiterer Abfluss hinzu.
Bei den Arbeiten kamen außerdem Grundmauern und Spuren früherer Gebäude zum Vorschein. Sie zeugen von rund 100 Jahren Bautätigkeit an diesem Standort. Schon im März hatte die Stadt deshalb einen geänderten Zeitplan angekündigt. Damals berichtete Haltern-Online über die Verzögerungen beim Schulhof-Umbau.
Neue Tischtennisplatte und erhaltene Spielgeräte
Auf dem Schulhof gibt es neue Aufenthaltsbereiche und Spielmöglichkeiten. Dazu gehört eine runde Tischtennisplatte, die der Ketteler Hof vor Jahren gespendet hatte. Bisher hatte sie nicht aufgebaut werden können. Die beliebten Reckstangen und die große Rutsche blieben erhalten und wurden aufgewertet.
Auch einige der vorhandenen Bäume konnten stehen bleiben. In den kommenden Tagen sollen vier weitere Bäume sowie Sträucher, Hecken und Stauden gepflanzt werden.
Barrierefreier Zugang hilft auch dem Wahllokal
Im Zuge des Umbaus wurde ein vollständig barrierefreier Zugang zum Schulhof geschaffen. Davon profitiert auch das Wahllokal, das an der Schule untergebracht ist.

Fußball und Eröffnungsfest im Frühjahr
Auf der großen Spielfläche wächst noch die neue Rasensaat. Solange keine geschlossene Rasendecke entstanden ist, bleiben dort Bauzäune stehen. Erst danach können die Fußballtore wieder aufgestellt werden. Im Frühjahr 2027 sollen die Kinder dort wieder kicken können.
Die Schlussrechnungen für die Investition von rund 1,4 Millionen Euro stehen noch aus. Bürgermeister Andreas Stegemann betont: „Schulstandorte sind für uns Zukunftsorte. Wir müssen regelmäßig investieren, damit sie attraktiv, modern und zukunftsfähig bleiben. Gerade für Kinder gilt: kurze Beine, kurze Wege. Eine gute Schule muss dort sein, wo die Kinder zu Hause sind – und sie muss ihnen gute Bedingungen bieten“.
Die offizielle Eröffnung soll im Frühjahr 2027 mit einem großen Fest und der Schulgemeinschaft gefeiert werden.



