StartPolitikBau- und Mobilitätsausschuss: Keine Toiletten am Skatepark im WUP

Bau- und Mobilitätsausschuss: Keine Toiletten am Skatepark im WUP

Neuigkeiten aus dem Bau- und Mobilitätsausschuss

Im Ausschuss für Bauen und Mobilität fiel am Dienstag der Startschuss für die Planung eines modernen Fahrradparkhauses für 1.000 Räder. Zudem gab es von der Verwaltung Informationen zu Änderungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen, zu den Ergebnissen aus dem Bürgerrat und zum Radwegenetz. Neue Toiletteneinlagen wurden zwar nicht beschlossen, Bürgermeister Andreas Stegemann kündigte aber für den nächsten Sitzungszyklus an, dass das Thema erneut zur Sprache kommen soll.

Neubau am Bahnhof: Ein modernes Fahrradparkhaus für 1.000 Räder

Der Ausschuss hat den Grundsatzbeschluss für ein neues Fahrradparkhaus am Bahnhof einstimmig getroffen. Die alte Radstation soll abgerissen und durch ein modernes Gebäude ersetzen werden, das Platz für rund 1.000 Fahrräder bietet. Die Anzahl der derzeit vorhandenen, kostenfreien Parkplätze bleibt in vollem Umfang erhalten. Das Ziel ist klar: Das Parken im Parkhaus soll zum Großteil kostenlos, barrierefrei und rund um die Uhr möglich sein. Damit sich alle sicher fühlen, wird das Parkhaus hell beleuchtet und gut einsehbar gestaltet. Die Wege zum Bahnsteig bleiben dabei so kurz wie möglich. Sobald der Rat in der nächsten Woche der einstimmigen Beschlussempfehlung aus dem Ausschuss folgt und die Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gesichert sind, treibt die Verwaltung die genauen Planungen für den Neubau voran.

Tempo 30 am Nordwall kommt – Rochfordstraße bleibt bei 50km/h

In Haltern am See gibt es Neuigkeiten zur Verkehrsberuhigung: Am Nordwall wird zeitnah Tempo 30 eingeführt. Da dort bereits schon langsamer gefahren wird und viele Radfahrende unterwegs sind, hat die Bezirksregierung Münster grünes Licht für die neue Beschilderung gegeben. Anders sieht es an der Rochfordstraße aus: Hier bleibt es bei Tempo 50. Da die Straße eine wichtige Bundesstraße für den überörtlichen Verkehr ist und keine besonderen Unfallschwerpunkte oder sozialen Einrichtungen vorliegen, lassen die gesetzlichen Regeln eine Reduzierung dort nicht zu. Auch ein spezielles Radverbot durch die Stadt gibt es dort nicht. Lediglich gilt der allgemeine gesetzliche Schutz für Fußgänger und Fußgängerinnen auf Gehwegen.

Lavesum: Durchgehendes Tempo 30

Die Tempo-30-Zone auf der Rekener Straße wird deutlich ausgeweitet. Aufgrund der neuen Kindertagesstätte am Hof Enstrup und mehreren Fußgängerüberwegen kann die Geschwindigkeitsbeschränkung nun fast im gesamten Ortskern (zwischen Merfelder Straße und Lavesumer Straße) umgesetzt werden. An der Kreuzung Lavesumer Straße/Sythener Straße wird zwar kein Kreisverkehr gebaut, aber eine wirksame Alternative realisiert. Im Zuge der anstehenden Fahrbahnsanierung entstehen Querungshilfen und Fahrbahnverengungen. Diese bremsen den einfahrenden Verkehr ab und machen das Überqueren für Fußgänger und Fußgängerinnen und Radfahrende sicherer. Ein Durchfahrtsverbot für LKWs ist rechtlich hingegen nicht möglich, da die Straße als Landesstraße eine wichtige Verbindungsfunktion behalten muss.

Öffentliche Toiletten: Zunächst keine neuen Standorte

Die Stadt Haltern am See hat nach entsprechenden Anträgen die Errichtung zusätzlicher öffentlicher Toiletten im Ortskern Sythen, am Reisebus-Parkplatz an der Rochfordstraße und im Westuferpark geprüft. In Sythen und der Innenstadt wird die Versorgung durch das eigene Zuhause sowie bestehende Angebote in der Gastronomie und im Rathaus als ausreichend betrachtet. Im Westuferpark sei aufgrund der Lage im Wasserschutzgebiet und der fehlenden Anschlüsse mit hohen Investitionen zu rechnen. Zudem wurden alternative Konzepte wie Miet-WCs oder Kompost-Toiletten untersucht, die jedoch der Einschätzung der Stadt nach entweder an mangelnder Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern oder an fehlenden Entsorgungsmöglichkeiten scheitern. Dennoch wird die Situation am neuen Skatepark im Westuferpark weiterhin beobachtet. Bürgermeister Stegemann verwies in diesem Zusammenhang auf den nächsten Sitzungszyklus, in der eine Toilettenalternative in unmittelbarer Nähe des Parks Thema sein soll. Der Beschluss zur Ablehnung der ursprünglichen Anträge wurde mit dieser Aussicht im Ausschuss einstimmig verabschiedet.

Sachstandsbericht: Haltern am See setzt Ziele des Bürgerrats um

Ein Jahr nach den Empfehlungen des ersten Halterner Bürgerrats legt die Stadtverwaltung einen ersten Sachstandsbericht vor. Die 17 formulierten Ziele für das Jahr 2035 dienen der Verwaltung als gute Orientierung für die künftige Stadtplanung. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Die Sicherheit für Radfahrende wurde unter anderem durch getrennte Radwege an der Recklinghäuser Straße verbessert und es wurden moderne Beleuchtungen mit Bewegungsmeldern angebracht. Der Kreis Recklinghausen erarbeitet derzeit eine neue Nahverkehrsplanung. Zudem sollen an den Bahnhöfen und am Kärntner Platz im Zuge der gerade angelaufenen Bahnhofsplanung moderne Mobilitätsstationen entstehen, die den Umstieg zwischen Bahn, Bus und Rad erleichtern. Haltern am See probiert auch neue Dinge aus – das zeigte der Test-Radweg am Schüttenwall.

Kreis beschließt neues Radzielnetz

Ein neues, kreisweites Radzielnetz soll künftig als fester Fahrplan dienen, um die Radwege zwischen den Ortsteilen und über die Stadtgrenzen hinaus lückenlos zu verbinden – darüber wurde im Ausschuss berichtet. In Haltern am See betrifft dies vor allem wichtige Achsen wie die Holtwicker Straße, die Marler Straße oder den Stockwieser Damm. Der Kreis erarbeitet in diesem Zuge ein Sofortmaßnahmen-Programm für schnelle Verbesserungen – etwa durch neue Markierungen für mehr Sicherheit auf den Straßen. Gleichzeitig wird geprüft, für welche Bauprojekte Fördermittel genutzt werden können. Wann genau welche Baumaßnahme startet, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

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