Auf der Fläche „Im Hohen Winkel/ Auf der Lings“ beginnen ab dem 4. Mai 2026 archäologische Untersuchungen unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Im Fokus stehen dabei mittelalterliche Spuren. Zur Vorbereitung der archäologischen Arbeiten wird durch den städtischen Baubetriebshof derzeit ein Gehölzschnitt durchgeführt.
Diese Maßnahme muss ausnahmsweise außerhalb der regulären Schnitt- und damit in der Schutzzeit erfolgen, um die anstehenden Untersuchungen zur Erforschung der Geschichte des Areals fachgerecht durchführen zu können.
Vorbereitung für eine geplante Neubebauung
Die Untersuchungen sind Teil der Vorbereitung für eine geplante Neubebauung des Areals. Auf einem Teil der Fläche soll eine viergruppige Kindertagesstätte als Ersatz für die Einrichtung St. Laurentius II entstehen. Auf den übrigen Flächen ist Wohnbebauung vorgesehen. Träger beider Projekte ist die katholische Kirchengemeinde St. Sixtus.
Archäologischen Untersuchungen vor Entwicklung der Fläche
Die Stadt begleitet das Vorhaben und ist für die bauleitplanerischen Verfahren sowie die Genehmigung der späteren Bebauung zuständig. In Abstimmung mit dem LWL stellt sie zudem sicher, dass die gesetzlichen Vorgaben des Denkmalschutzes eingehalten werden und die archäologischen Untersuchungen ordnungsgemäß durchgeführt werden, bevor die Fläche entwickelt wird.
Frühere Untersuchungen in den 1990er Jahren
Frühere Untersuchungen aus den 1990er Jahren hatten bereits Hinweise auf archäologisch relevante Schichten geliefert. Diese Erkenntnisse konnten nun bestätigt werden. Für die anstehenden Ausgrabungen ist ein vollständiger Abtrag bestimmter Bodenschichten notwendig, um mögliche Befunde freizulegen.

