Bei Drückjagden in Haltern müssen Autofahrer in den kommenden Wochen besonders auf Wildwechsel achten. Stadt und Kreis Recklinghausen kündigen vorübergehende Tempolimits auf drei Straßen an und bitten um erhöhte Vorsicht.
Zu dieser Jahreszeit ist verstärkt mit Wildtieren auf den Straßen zu rechnen. Die Stadt Haltern am See und der Kreis Recklinghausen weisen deshalb auf die anstehenden Jagden und die damit verbundenen Gefahren für den Verkehr hin.
Drückjagden in Haltern: Diese Straßen sind betroffen
Die ersten Drückjagden sind für Ende Oktober und Mitte November angemeldet. Sie finden in folgenden Bereichen statt:
- Merfelder Straße (K 44)
- Münsterstraße (L 551)
- Sythenerstraße (L 652)
In den jeweils betroffenen Abschnitten wird die zulässige Geschwindigkeit vorübergehend auf 30 km/h begrenzt. Deutliche Hinweisschilder machen auf die laufende Jagd aufmerksam. Autofahrer sollen die angeordneten Beschränkungen beachten und langsam fahren.
Wildwechsel ist auch nach der Jagd möglich
Die Gefahr endet nicht unmittelbar mit der Drückjagd. Auch in den Stunden danach können Wildtiere Straßen überqueren. Das gilt nach Angaben von Stadt und Kreis auch für Bereiche außerhalb der eigentlichen Jagdfläche.
So sollen sich Autofahrer verhalten
- Bremsbereit bleiben: Wildtiere können plötzlich auf die Straße treten. Häufig sind mehrere Tiere unterwegs; auf das erste Tier können weitere folgen.
- Kontrolliert bremsen: Bei Wildwechsel möglichst nicht ausweichen. Riskante Ausweichmanöver führen nach dem Hinweis von Stadt und Kreis häufig zu schwereren Unfällen.
- Hinweisschilder beachten: Schilder mit den Aufschriften „Treibjagd“ oder „Wildwechsel“ weisen auf die erhöhte Gefahr hin.
Was ist eine Drückjagd?
Drückjagden sind eine gemeinschaftliche Form der Jagd, die meist im Herbst und Winter stattfindet. Dabei werden Wildtiere in Bewegung gebracht, um sie kontrolliert und tierschutzgerecht zu bejagen, erläutern Stadt und Kreis.



