Die kommunale Wärmeplanung in Haltern geht in die nächste Phase. Zugleich will die Stadt ihre Zusammenarbeit bei Klimaanpassung und Energieeffizienz ausbauen und sich dafür zwei interkommunalen Netzwerken anschließen.
Der Ausschuss für Klima und Grünflächen stellte dafür in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. September, die Weichen. Vorbehaltlich eines gleichlautenden Ratsbeschlusses soll Haltern am See der Zukunftsinitiative Klima.Werk beitreten. Außerdem beteiligt sich die Stadt am „Kommunalen Netzwerk für Energieeffizienz und Wärmeplanung Münsterland“ der Gelsenwasser AG.
Klima.Werk unterstützt bei Hitze und Starkregen
Das Klima.Werk begleitet Städte und Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit Hitze und Starkregen, der Erfahrungsaustausch sowie Unterstützung bei Projekten und Förderanträgen. Für Haltern am See wäre die Mitgliedschaft kostenlos. Der Rat soll am Donnerstag, 1. Oktober, abschließend über den Beitritt entscheiden.
Das Gelsenwasser-Netzwerk ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Geplant sind drei Treffen pro Jahr, gemeinsame Projekte, Fachveranstaltungen und der Austausch über bereits umgesetzte Vorhaben. Zusätzlich erhält die Stadt pro Netzwerkjahr einen Tag Energieberatung. Die Teilnahme kostet 2.600 Euro pro Jahr.
Kommunale Wärmeplanung in Haltern prüft mehrere Quellen
Im Ausschuss wurde auch der aktuelle Stand der Wärmeplanung vorgestellt. Untersucht wurden bislang verschiedene erneuerbare Wärmequellen:
- Biogas und Biomethan
- Abwasserwärme sowie See- und Flusswärme
- Geothermie
- Grubenwärme
Nach den bisherigen Erkenntnissen werden dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen in vielen Bereichen Halterns eine wichtige Rolle spielen. Weitere Möglichkeiten, darunter Geothermie und die Nutzung von Abwärme, werden weiter geprüft. Die Bürgerbeteiligung zum Zwischenbericht ist abgeschlossen. Die abschließende Beschlussfassung ist für die erste Sitzungsfolge 2027 vorgesehen.
Der Zwischenbericht zur kommunalen Wärmeplanung in Haltern ordnet die bisherigen Ergebnisse und Untersuchungsgebiete ein.
Infoveranstaltung zu Wärmepumpen am 4. November
Für Bürger, die über den Einbau einer Wärmepumpe nachdenken, plant die Verwaltung am Mittwoch, 4. November, nachmittags eine Informationsveranstaltung im Seeblick. Vorgestellt werden Möglichkeiten und praktische Beispiele einer dezentralen Wärmeversorgung. Die genaue Uhrzeit will die Stadt noch bekannt geben.

