Der Hochwasserschutz in Haltern wird künftig stärker regional abgestimmt. Die Stadt schließt sich dem Regionalpakt für den Hochwasserschutz Emscher-Lippe an, nachdem der Rat den Beitritt beschlossen hat.
Mit dem Ratsbeschluss ist der Weg für die Unterzeichnung durch Bürgermeister Andreas Stegemann frei. Der Regionalpakt soll Land, Wasserverbände, Kreise, Städte und Gemeinden beim Hochwasserschutz enger zusammenbringen.
Regionalpakt für Hochwasserschutz in Haltern
Ziel ist es, Maßnahmen über kommunale Grenzen hinweg besser aufeinander abzustimmen. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt, Flächen für den Hochwasserschutz gesichert, Daten besser ausgetauscht und die Eigenvorsorge der Bürger gestärkt werden.
„Hochwasser macht nicht an Stadtgrenzen halt. Deshalb ist es wichtig, den Schutz entlang ganzer Flussgebiete gemeinsam zu planen und umzusetzen. Mit dem Ratsbeschluss setzt Haltern am See ein deutliches Zeichen für eine enge interkommunale Zusammenarbeit“
Andreas Stegemann
Erster Regionalpakt dieser Art in NRW
Der Regionalpakt für das Einzugsgebiet von Emscher und Lippe wurde am Montag, 6. Juli 2026, in Castrop-Rauxel von zahlreichen Partnern unterzeichnet. Haltern am See schließt sich nach dem Ratsbeschluss an.
Der Pakt ist nach Angaben der Stadt der erste seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Er setzt den landesweiten „Pakt für Hochwasserschutz“ regional um. Eine Maßnahmenliste umfasst derzeit 28 Projekte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.
Das Land Nordrhein-Westfalen will in den kommenden zwölf Jahren mindestens 1,1 Milliarden Euro Landesmittel in den Hochwasserschutz geben. Für Haltern ist der regionale Blick auch deshalb wichtig, weil die Lippe und ihre Einzugsbereiche über Stadtgrenzen hinaus wirken. Einen lokalen Bezug zeigt das bestehende Hochwasserschutzprojekt HaLiMa in Haltern-Lippramsdorf.
Keine unmittelbaren Pflichten für Haltern
Für die Stadt Haltern am See entstehen durch den Beitritt zunächst keine unmittelbaren rechtlichen oder finanziellen Verpflichtungen. Der Regionalpakt ist eine freiwillige Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten ergeben sich erst bei konkreten Planungs-, Genehmigungs- oder Förderverfahren.
Mit dem Beitritt will die Stadt ihr Engagement für zukunftsfähigen Hochwasserschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstreichen. Die Unterzeichnung durch Bürgermeister Andreas Stegemann soll zeitnah erfolgen.

