StartStadt HalternErster "Wärmetisch" in Haltern am See

Erster „Wärmetisch“ in Haltern am See

Start des Beteiligungsprozesses an der kommunalen Wärmeplanung

Mit dem ersten Treffen des sogenannten Wärmetisches am 21. Januar 2026 hat die Stadt Haltern am See den Startschuss für die Beteiligung zur kommunalen Wärmeplanung gegeben.

Hintergrund ist das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze – das Wärmeplanungsgesetz (WPG). Für Haltern am See bedeutet das: Bis spätestens zum 30. Juni 2028 soll der kommunale Wärmeplan feststehen. Dieser soll anschließend alle fünf Jahre geprüft und bei Bedarf aktualisiert werden. Ziel ist es, die Wärmeversorgung in der Stadt langfristig klimafreundlich, bezahlbar und zukunftsfähig zu gestalten.

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Rund 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung und Stadtwerken sowie aus lokalen Verbänden, Vereinen, Genossenschaften, dem Handwerk und der Wohnungswirtschaft kamen im Alten Rathaus zum „Runden Tisch Wärmewende“ zusammen. Neben den zuständigen Fachbereichen der Kommunalverwaltung und den Stadtwerken waren unter anderem die Sparkasse Westmünsterland, die Volksbank Westmünsterland, die Schornsteinfegerinnung, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e. V., die Fachinnung SHK-Klempnerei Recklinghausen, die Innung für Elektrotechnik Recklinghausen, der Seniorenbeirat, die WiN Emscher-Lippe, die Guten Botschafter Haltern am See sowie Haus & Grund Haltern am See und Umgegend e. V. vertreten. Sie alle spielen eine wichtige Rolle für die zukünftige Wärmeversorgung in Haltern am See.

Klimafreundlichere Wärmeversorgungslösungen im Stadtgebiet

Bürgermeister Andreas Stegemann und die städtische Klimaschutzbeauftragte Jutta Heinichen begrüßten die Teilnehmenden. Die beauftragten Planungsbüros Öko-Zentrum NRW, B.A.U.M. Consult und Fichtner bringen externe Expertise ein und begleiten den Prozess der Wärmeplanung.
Dabei wurde betont, dass die Kommunale Wärmeplanung keine verbindlichen Vorgaben für einzelne Eigentümerinnen und Eigentümer enthält, wie Gebäude beheizt werden müssen. Vielmehr zeigt die Wärmeplanung auf Grundlage technischer, wirtschaftlicher und räumlicher Analysen mögliche klimafreundlichere Wärmeversorgungslösungen im Stadtgebiet auf. Die Teilnehmenden erhielten einen ersten Einblick in die bisherigen Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse, die als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage dienen sollen.

Daten werden aktuell ausgewertet

Derzeit werden dafür intensiv Daten ausgewertet – etwa zum Gebäudebestand, zum Wärmebedarf, bestehenden Versorgungsstrukturen sowie zu möglichen Energiequellen aus erneuerbaren Energien, unvermeidbarer Abwärme und Abwärme aus (Ab-)Wasser. Auf dieser Basis wird schrittweise ein Entwicklungspfad für die zukünftige Wärmeerzeugung erarbeitet. Die Beteiligten am Wärmetisch bringen ihre Hinweise, Erfahrungen und Anregungen in den Prozess ein.

Als Ergebnis des ersten Termins konnten die Teilnehmenden herausarbeiten, dass die Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung eines partizipativen Prozesses bedarf, der mit dem ersten runden Tisch „Wärmewende“ auf einen guten Weg gebracht ist. Zugleich wird es bei der späteren Umsetzung von Projekten entscheidend sein, Wirtschaftlichkeit und Finanzierung im Blick zu behalten.

Der Wärmetisch soll den Prozess dauerhaft begleiten und den Austausch zwischen Stadt und lokalen Akteurinnen und Akteuren sichern. In den kommenden Monaten sind zwei weitere Treffen geplant. Beim zweiten Wärmetisch im Sommer werden die Potenziale der erneuerbaren Energien für die Wärmeversorgung in Haltern am See inhaltlicher Schwerpunkt sein.

Information u.a. über die städtische Homepage

In der zweiten Jahreshälfte werden auch die Bürgerinnen und Bürger mit konkreten Informationsangeboten eingebunden. Bereits jetzt ist eine Information über die städtische Homepage (Suchbegriff: Wärmeplanung) wie auch über die Seite der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen möglich.

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